Beim Steuerausgleich holt man sich heuer durchschnittlich mehr als 1.000 € zurück. Mit der neuen App gelingt das in wenigen Minuten. Jetzt App herunterladen!
Der Hintergrund der Preiserhöhungen sind sogenannte Wertsicherungsklauseln. Diese erlauben es den Mobilfunkunternehmen, die monatlichen Grundgebühren automatisch an die allgemeine Preisentwicklung anzupassen. Als Maßstab dient dabei der Verbraucherpreisindex der Statistik Austria. Steigt die Inflation, steigen damit auch die Handyrechnungen. Für viele Kunden kommt das nicht überraschend – aber spürbar ist es trotzdem.
Erhöhungen hängen vom jeweiligen Anbieter ab
Wie stark die Preise steigen, hängt vom jeweiligen Anbieter und Tarif ab. Bei A1 Telekom Austria sowie Magenta Telekom liegt die Anpassung heuer bei rund 3,5 Prozent. Deutlich stärker kann es Kunden von Drei Österreich treffen. Dort sind in manchen Fällen bis zu 6,5 Prozent möglich. Der Grund: Im Vorjahr wurde teilweise auf eine Anpassung verzichtet, was nun nachgeholt wird.
Betroffen ist ein großer Teil der Nutzer. Schätzungen zufolge enthalten mehr als die Hälfte aller Mobilfunkverträge in Österreich solche Indexklauseln. Das bedeutet, dass diese automatische Verteuerung für viele Haushalte zur regelmäßigen Realität wird.
Manche Anbieter verzichten auf Erhöhungen
Es gibt allerdings auch Ausnahmen. Einige kleinere Anbieter verzichten bewusst auf diese automatische Anpassung und halten ihre Tarife stabil. Das betrifft vor allem virtuelle Anbieter ohne eigenes Netz. Für preisbewusste Kunden kann das ein entscheidender Unterschied sein – vor allem langfristig.
Ein Punkt sorgt bei vielen Betroffenen regelmäßig für Frust: Trotz steigender Kosten gibt es kein Sonderkündigungsrecht. Rechtlich gelten diese Anpassungen nicht als klassische Preiserhöhung, sondern als Teil des ursprünglich vereinbarten Vertrags. Wer sich also noch in einer Bindung befindet, kann in der Regel nicht vorzeitig aussteigen.
Unterm Strich zeigt sich ein klarer Trend: Mobilfunk wird schleichend teurer. Nicht durch einmalige Preissprünge, sondern durch automatische Anpassungen, die Jahr für Jahr greifen. Wer das vermeiden will, muss beim nächsten Vertragsabschluss genau hinschauen – sonst zahlt man langfristig immer mehr, ohne aktiv etwas daran ändern zu können.

