Ab April 2026: Preiserhöhungen & -Senkungen fix - Diese Kosten steigen jetzt

Ab 01. April 2026 werden in Österreich vielfach die Preise erhöht. Darunter fallen etwa Mobilfunk- und Internettarife und Mieten. Andere hingegen werden günstiger. Alle Details dazu findet man hier auf Finanz.at.

31.03.2026, 07:00 Uhr von
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Bildquelle: Canva / Euro

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Mit 01. April 2026 tritt in Österreich ein ganzes Bündel an Änderungen in Kraft. Unterm Strich ist es genau das, was man erwartet: Ein Teil wird teurer, ein anderer Teil soll gezielt entlasten. Wer davon profitiert, hängt stark von der eigenen Lebenssituation ab.

Mieten steigen – aber deutlich gebremst

Bei den Mieten gibt es erstmals seit 2023 wieder eine Anpassung. Allerdings greift hier die gesetzliche Mietbremse, konkret durch das 5. Mietrechtliches Inflationslinderungsgesetz. Für viele Altbau-, Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen bedeutet das: maximal ein Prozent Erhöhung.

Ohne diese Regelung wäre der Anstieg deutlich höher ausgefallen. Die Maßnahme ist also keine echte Entlastung, sondern eine Begrenzung des Preisanstiegs. Mieten steigen weiterhin – nur langsamer. Bis zu 113 Euro weniger Mieterhöhung sind es laut AK aufgrund der Mietpreisbremsen seit 2023. Finanz.at hat berichtet.

Handy-Tarife werden spürbar teurer

Parallel dazu trifft es viele beim Mobilfunk. Ursache sind Wertsicherungsklauseln, die an die Inflation gekoppelt sind. Die Anpassung basiert auf Daten von Statistik Austria. Finanz.at hat ebenfalls berichtet.

Kunden von A1 Telekom Austria und Magenta Telekom zahlen künftig rund 3,5 Prozent mehr. Bei Drei Österreich kann es deutlich stärker ausfallen, weil Anpassungen aus dem Vorjahr nachgeholt werden. Bis zu 6,5 Prozent sind möglich. Das Problem dabei: Es gibt kein Sonderkündigungsrecht. Wer gebunden ist, muss die Erhöhung akzeptieren.

Spritpreise: Staat bekommt mehr Eingriffsmöglichkeiten

Bei den Treibstoffpreisen versucht die Politik gegenzusteuern. Die sogenannte Spritpreisbremse schafft erstmals die Möglichkeit, aktiv einzugreifen. Wenn die Preise innerhalb kurzer Zeit stark steigen, kann der Staat etwa die Mineralölsteuer senken oder Margen begrenzen.

Ob das tatsächlich passiert, ist offen. Die Maßnahme ist eher ein Werkzeug für den Ernstfall als eine sofortige Entlastung. Die oft genannten „10 Cent weniger pro Liter“ sind daher kein Fixwert, sondern ein mögliches Szenario.

Supermärkte: Tricksereien werden sichtbar gemacht

Neu ist auch eine Regelung gegen sogenannte Mogelpackungen. Wenn Produkte bei gleichem Preis weniger Inhalt haben, müssen Händler das künftig deutlich kennzeichnen – und zwar für einen längeren Zeitraum.

Das trifft vor allem große Supermärkte und soll mehr Transparenz schaffen. An den Preisen selbst ändert das nichts, aber Konsumenten sehen zumindest klar, wenn sie de facto mehr zahlen.

Strom: Entlastung für einkommensschwache Haushalte

Eine echte finanzielle Entlastung gibt es beim neuen Sozialtarif für Strom. Haushalte mit geringem Einkommen – etwa Pensionisten oder Bezieher von Sozialleistungen – können Strom zu deutlich günstigeren Konditionen beziehen.

Der Preis liegt bei rund 6 Cent pro kWh (netto) für ein Grundkontingent. Das ist im Vergleich zum Marktpreis eine massive Reduktion und trifft gezielt jene, die am stärksten unter hohen Energiekosten leiden.

Fazit

Der 01. April bringt kein einheitliches Bild. Mieten und Handy-Tarife steigen, teilweise spürbar. Gleichzeitig versucht der Staat, mit gezielten Maßnahmen gegenzusteuern – vor allem bei Energie und potenziell bei Sprit. Unterm Strich bleibt: Für viele Haushalte wird es trotzdem teurer. Die Entlastungen greifen meist nur für bestimmte Gruppen – nicht für alle.

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aktualisiert: 31.03.2026, 07:00 Uhr
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Mehr Informationen: Inflation

Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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