07.10.2020, 15:00 Uhr | von | Finanzen
Was ist ein Broker? Der Zwischenhändler, um mit Aktien Geld zu verdienen
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Aktienhandel gerät aufgrund niedriger Zinsen in den Fokus. Wer an der Börse mitmischen will, braucht den richtigen Broker.

Die Zinsen liegen darnieder und herkömmliche Methoden des Sparens versprechen schon lange keinen Vermögenszuwachs mehr. Aufgrund der weltweiten Wirtschaftslage ist auch nicht zu vermuten, dass Federal Reserve und Europäische Zentralbank an den niedrigen Leitzinsen etwas ändern. Deshalb denken viele Österreicher daran, sich auf das Börsenparkett zu begeben. Dieses zieht sich zwar peu à peu aus der Wiener Wallnerstraße zurück und entfaltet sich im virtuellen Raum, bleibt aber auch online glatt und wer nicht richtig vorbereitet ist, der droht auszurutschen.

Trotzdem kann mit dem Börsenhandel Geld verdient werden und es werden sowohl überwältigende Gewinne als auch horrende Verluste eingefahren. Damit das Pendel eher in Richtung Gewinne ausschlägt, muss sich der Neuling erst einen umfangreichen Überblick verschaffen, um das Börsengeschehen zu verstehen. Er wird nicht vermeiden können, etwas einschlägige Literatur zu studieren und sich über Trades, Charts, Fundamentalanalyse und Technische Analyse zu informieren.

Die Auswahl des richtigen Brokers ist eine der wichtigsten Entscheidungen, welche am Anfang jeder Börsenkarriere stehen. Das Brokergeschäft und dessen Anforderungen sind nicht einfach zu verstehen und deshalb ist es empfehlenswert, sich bei Personen zu informieren, welche bereits über Broker Erfahrungen an der Börse gemacht haben und diese weitergeben können.

Der Broker als Vermittler zwischen Trader und Börse

Wer direkt im ATX (Austrian Trading Index) oder an anderen Börsen Wertpapiere kaufen und verkaufen will, der braucht eine Zulassung bei der zuständigen Finanzmarktaufsichtsbehörde. Privatpersonen ist der direkte Handel in der Regel untersagt. Es muss zwischen Trader (Händler) und Handelsplatz vermittelt werden. Genau dies ist die Aufgabe des Brokers. Er beteiligt sich in der Regel nicht mit seinem Vermögen an den Geschäften, sondern kauft und verkauft für Dritte und kassiert dafür eine Provision.

Der Broker ist ein Dienstleistungsunternehmen, welches als Makler im Wertpapierhandel tätig ist. Er wird benötigt, um im Auftrag und auf Rechnung des Kunden Geschäfte an der Börse abzuwickeln. Dies kann sowohl die Hausbank machen als auch eine Privatperson. In Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung sprechen wir in der Regel von Online-Brokern.

Der angehende Anleger eröffnet beim Broker ein Wertpapierdepot bzw. Trading Konto. Über dieses laufen dann alle Geschäfte des Börsenhandels. Der Broker kauft und verkauft auf Anweisung über dieses Konto Wertpapiere. Die Erlöse bei Verkäufen sowie die Dividenden werden auf diesem Konto eingezahlt. Anleger sollten hierbei ein Augenmerk auf die Gebühren legen. Diese werden meist pro Trade berechnet und können einen guten Teil der Gewinne auffressen.

Broker ist nicht gleich Broker

War dem Erklärungsansatz bisher einigermaßen zu folgen, geht es jetzt ins Detail. Es existieren viele Ausprägungen von Brokern. Genauso differenziert sind die verschiedenen Abrechnungsmodelle, sodass im Vorhinein eigentlich nicht genau festgelegt werden kann, wie viel der Broker für eine Handelsaktion berechnet. So gibt es solche, welche strikt nach einem Gebührenmodell arbeiten. Sie erhalten eine Kommission oder verdienen am Spread, welcher sich aus Höchst- und Mindestkurs einer Aktie zusammensetzt. Andere verdienen ihr Geld damit, dass sie einen eigenen Handelsschalter betreiben. Dann vermitteln sie nicht nur Deals von Dritten, sondern werden auch auf eigene Rechnung tätig.

Eine weitere Spezies von Brokern ist spezialisiert auf bestimmte Wertpapiere und berechnen ihre Dienste danach. Aktien, Zertifikate, Optionen und Währungen haben alle ihre eigenen Regelungen und hier sollte der Anfänger wirklich einen tieferen Blick riskieren, bevor er ans Eigenkapital greift. Wieder andere Broker bieten verschiedene Serviceleistungen an. Beratungen, Informationskurse über neue Finanzinstrumente und Demokonten zum Üben zählen in der Regel zu diesem Angebot. Dem gegenüber steht der Discount-Broker, der nur das eigentliche Kerngeschäft leistet und dementsprechend weniger berechnen kann. Und letztlich gibt es Büros, welche sich aller Tasten der Klaviatur bedienen. Diese haben das ganze Spektrum vom umfangreichen Beratungsangebot bis hin zum reinen Vermittlungsservice im Portfolio.

Wichtige Leitlinien zur Brokerauswahl

Ohne Broker geht für den Anleger nichts. Er kann ein zuverlässiger Partner im Sturm sein oder viel Geld kosten. Es ist entscheidend, den richtigen zu finden. Dieser sollte seriös, erfahren und professionell arbeiten. Er sollte Schutzmaßnahmen zur Einlagensicherung anbieten und ein faires Preismodell anwenden. Letztendlich erkennt der Neuling einen Profi auch daran, ob er umfangreiche Weiterbildungsmaßnahmen wie Fachartikel und Webinare anbietet und vor allem ein Demokonto, mit dem der Neuling sich einarbeiten kann, ohne von Anbeginn mit Echtgeld arbeiten zu müssen.

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Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

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