14.01.2020, 16:11 Uhr | von | Finanzen
Bitcoins steigen auf über 7.800 Euro - Nahost-Krise befeuert Kryptowährungen
Bildquelle: Finanz.at (Montage) | Kursentwicklung und -Prognose für Bitcoins

Der Bitcoin-Kurs steigt um mehr als 7 Prozent auf über 7.800 Euro. Grund dafür könnte neben der Nahost-Krise auch das anstehende Bitcoin-Halving im Mai 2020 sein.

In den vergangenen Tagen hat sich der Kurs positiv entwickelt. Am Dienstag stieg der Preis untertags schließlich auf über 7.820 Euro (8.700 US-Dollar). Das ist ein Plus von 7,12 Prozent gegenüber Montag.

Im Vergleich zum Jahresbeginn 2020 ist der Kurs am Dienstag um 22,5 Prozent gestiegen. Experten sehen für 2020 das Potential, dass der Bitcoin den Jahreshöchstwert des Vorjahres von 11.220,50 Euro (09.07.2019) und möglicherweise sogar den bisherigen Rekordwert von 16.721,77 Euro (15. Dezember 2017) übertreffen könnte.

Krise im Nahen Osten als Ursache?

Experten sehen auch die Krise zwischen den USA und dem Iran als potentielle Ursache für den aktuellen Run auf die Kryptowährungen. Neben den Bitcoin sind auch Ethereum und andere Kryptowährungen im Kurs stark angestiegen.

In Krisenzeiten gilt der Bitcoin immer wieder als attraktive Geldanlage.

"Bitcoin hatte immer wieder Phasen der extremen Hysterie und der extremen Depression. Anfang 2020 haben wir gesehen, dass es im Krisenfall (Stichwort Iran) auch rasch wieder rauf gehen kann", beurteilt Nikolaus Jilch, Anlageexperte der Agenda Austria, die Situation im exklusiven Interview mit Finanz.at.

"Was heute im Vergleich zum letzten großen Kursanstieg Ende 2017 bzw. Anfang 2018 neu ist: die ganze Welt kennt heute Bitcoin. Was wir jetzt sehen ist, dass die Spekulationszyklen abflachen und prozentuellen immer weniger dramatisch werden. Das ist das, was bei einem Asset, das darauf ausgelegt ist, verknappt zu sein, zu erwarten ist."

Bitcoin-Halving im Mai 2020 geplant

Ein weiterer Grund für das Kursplus könnte auch das anstehende Bitcoin-Halving sein. Aktuell sind rund 18 Millionen von maximal 21 Millionen Bitcoins in Umlauf. Damit können nur noch 16 Prozent maximal möglichen Bitcoins "geschürft" werden. Diese Verknappung könnte in den kommenden Jahren jedenfalls Kursanstiege mit sich bringen.

Voraussichtlich im Mai 2020 wird das dritte Bitcoin-Halving (Halbierung) seit Einführung 2009 stattfinden. Das bedeutet, dass die Belohnung pro geschürften Block um die Hälfte reduziert wird. Alle 210.000 Blöcke - also Verifizierungen der Transaktionen in der Blockchain - findet diese Halbierung statt. Das geschieht in der Regel alle vier Jahre.

Im Mai kommenden Jahres soll die Anzahl von 630.000 geschürften Blöcken erreicht werden. Im Zuge der Halbierung wird die Belohnung für einen Block von 12,5 auf 6,25 Bitcoins gesenkt.

Mehr Informationen: Bitcoins

Daniel Herndler
Email: dh@finanz.at
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
Redaktion | Kontakt | Twitter: @DanielHerndler | Salzburg
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

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