31.07.2019, 13:07 Uhr | von | Finanzen

Seit dem Amtsantritt von Premierminister Boris Johnson verliert die britische Währung Pfund Sterling deutlich an Wert. Währungshändler sehen vor allem den drohenden Brexit als Grund für den Kursverlust.

Nach Amtsantritt Johnsons - Britische Pfund verlieren an Wert
Bild: pixabay.com / Kaz

Nach dem Amtsantritt von Premier Johnson, der vor allem für einen Brexit – also dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union – einsteht, verlor das Pfund Sterling deutlich an Wert. Gegenüber dem US-Dollar und dem Euro hat das Pfund mehr als zwei Prozentpunkte verloren. Innerhalb kurzer Zeit sank der Kurs der Leitwährung von 1,15 Euro im Mai auf nur noch 1,09 Euro am Mittwoch. Damit hat der Kurs nun wieder das historische Tief von Januar 2017 erreicht.

Der Grund dürfte der angedrohte harte Brexit sein, auf den Johnson sein Land vorzubereiten scheint. Die neue Regierung – alle Minister sind Brexit-Hardliner – steht notfalls auch für ein Ausscheiden des Landes ohne Vertrag über die weiteren Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU. Ab 31. Oktober 2019 wäre Großbritannien und alle seine Bürger und Unternehmen dadurch nicht mehr Teil des europäischen Binnenmarkts. Finanz- und Währungsexperten befürchten daher einen noch weiteren Wertverlust und damit auch einen Schaden für die britische Wirtschaft.

Daniel Herndler
Email: dh@finanz.at
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Steuern, Finanzen, Wirtschaft und Börse
Redaktion | Kontakt | Twitter: @DanielHerndler | Salzburg
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte als Finanzexperte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

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