Bis zu 10 Prozent mehr: Neue Gehaltserhöhungen in Kraft

Hunderttausende Beschäftigte in Österreich dürfen sich ab jetzt über deutliche Lohn- und Gehaltserhöhungen freuen. Bis zu über 10 Prozent mehr Gehalt sind möglich. Auch die Mindestlöhne steigen deutlich an. Alle Details inklusive Gehaltsrechner findet man hier auf Finanz.at.

01.05.2024, 07:15 Uhr von
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Bildquelle: Finanz.at / Euro
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Bereits seit April erhalten viele Beschäftigte in Österreich ein saftiges Gehaltsplus aufs Konto. So etwa die ArbeitnehmerInnen im Finanzsektor oder kaufmännische Angestellte bei Tages- und Wochenzeitungen. Sie erhalten bis zu 9,0 Prozent mehr Lohn und Gehalt.

Kürzlich wurde auch eine Einigung für die Beschäftigten der Austrian Airlines (AUA) erzielt, die bis zu 20 Prozent mehr Entgelt bereits mit dem April- Gehalt erhalten werden. Andere Branchen werden nach diversen KV-Verhandlungen ab Mai von höheren Löhnen und Gehältern profitieren.

Ab 01. Mai 2024 treten nun für Hunderttausende Beschäftigte teils deutliche Gehaltserhöhungen in Kraft. Eine Übersicht der neuen Mindestlöhne und Gehaltserhöhungen findet man hier auf Finanz.at.

Einigung für Hotel- und Gastgewerbe beschlossen

Am Dienstag wurde noch rechtzeitig vor Maibeginn der neue Kollektivvertrag für die rund 240.000 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe beschlossen. So steigen die Löhne und Gehälter bereits ab 01. Mai um 6,0 Prozent und ab 01. November um weitere 2,0 Prozent. Der Mindestlohn wird ab Mai 2024 ebenfalls auf 2.000 Euro brutto pro Monat angehoben.

Auch für 2025 wurde bereits eine Erhöhung fixiert. Die Gehälter werden dann um die Jahres Inflation von 2024 plus einem zusätzlichen Prozent steigen.

Neuer Mindestlohn und 7,5 Prozent mehr Gehalt in weiteren Branchen

Nach zähen Verhandlungen wurden in der dritten Runde die Gehalts- und KV-Verhandlungen für die Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) in der endlich abgeschlossen. Arbeitnehmer- und ArbeitgebervertreterInnen konnten sich auf eine Erhöhung der Löhne und Gehälter einigen. Sie steigen um bis zu 7,5 Prozent an. Der neue Mindestlohn beträgt 2.400 Euro brutto.

Auch in der Seilbahnwirtschaft steigen die Löhne ab Mai. Sie erhalten eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 207 Euro bzw. 7,5 Prozent. Die rund 800 Beschäftigten in der Wildbach- und Lawinenverbauung bekommen 7,15 Prozent mehr Geld.

Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA verhandelten nun schon in der dritten Runde mit den VertreterInnen der Arbeitgeber für rund 60.000 Beschäftigte in Österreich. Das Ergebnis: Die Ist-Löhne und -Gehälter werden um 6,8 Prozent erhöht. Die Lehrlingseinkommen steigen um 7,5 Prozent. Auch die Zulagen und Reiseaufwandsentschädigungen werden um 7,5 Prozent erhöht, die Zulage für die zweite Schicht steigt sogar um 78 Prozent auf einen Euro pro Stunde an.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der kunststoffverarbeitenden Industrie erhalten eine Lohnerhöhung um 7,15 bis 9,7 Prozent, Lehrlinge sogar bis zu 12,5 Prozent.

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Weiter verhandelt wird aktuell noch über die Kollektivverträge bzw. Gehälter unter anderem in der Chemischen Industrie und Textilindustrie. Eine Einigung könnte auch hier ein deutliches Gehaltsplus von rund 7,0 Prozent ab Mai bringen.

Die Höhe des neuen Gehalts kann mit dem Brutto-Netto-Rechner auf Finanz.at errechnet werden.

Löhne im Baugewerbe steigen deutlich

Ab 01. Mai 2024 werden die Löhne und Gehälter der Bau-, Holz- und Steinbranche deutlich über der aktuellen Teuerungsrate angehoben. Darauf haben sich ArbeitgebervertreterInnen und die Gewerkschaft GBH nun geeinigt. Als Basis für diese Lohnabschlüsse im Rahmen der KV-Verhandlungen dient die rollierende Inflation der vergangenen zwölf Monate. Aktuell sind das 6,77 Prozent.

Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten steigen dabei zwischen 7,15 und 7,82 Prozent und somit deutlich über dieser Inflationsrate. So gibt es mit über 2.700 Euro die höchsten Einstiegslöhne in diesen Branchen ohne Berufsausbildung - etwa am Bau - und bei den Lehrlingseinkommen mit bis zu 2.680 Euro im 3. Lehrjahr für Pflasterer.

Eine Übersicht der Lohnerhöhungen je Branche findet man hier:

  • Bauindustrie und Baugewerbe: plus 7,15 Prozent
  • Bauhilfsgewerbe: plus 7,70 Prozent
  • Maler: plus 7,70 Prozent
  • Dachdecker: plus 7,70 Prozent
  • Hafner, Platten- und Fliesenleger: plus 7,70 Prozent
  • Steinarbeiter: plus 7,70 Prozent
  • Tapezierer: plus 7,70 Prozent
  • Pflasterer: plus 7,70 Prozent
  • Glaser: plus 7,70 Prozent
  • Bodenleger: plus 7,70 Prozent
  • Brunnenbaumeister: plus 7,70 Prozent
  • Holzbaumeister: plus 7,25 Prozent
  • Holz-, Säge- und Faserspanindustrie: plus 7,82 Prozent
  • Tischler: plus 7,25 Prozent
  • Stein- und keramische Industrie: plus 7,27 Prozent

Fast 10 Prozent mehr - Nächste Gehaltserhöhung angekündigt

Bereits in Kürze soll eine neue Gehaltsreform umgesetzt werden, die Zehntausenden Beschäftigten in Österreich mehr Gehalt bringen soll. Viele Branchen erhalten bereits jetzt deutliche Gehaltserhöhungen über der Inflationsrate.

Erst vor wenigen Tagen hat Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), der auch für den öffentlichen Dienst zuständig ist, eine deutliche Ansage gemacht: Die Bezüge für Beamtinnen und Beamte sollen deutlich ansteigen - und zwar um fast 10 Prozent. Finanz.at hat berichtet.

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Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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