22.07.2020, 09:45 Uhr | von | Finanzen
Kosten für PCR-Test: Wer den Covid-19-Test bezahlen muss
Bildquelle: Canva | Covid-19-Test

PCR-Tests zur Feststellung einer Covid-19-Erkrankung kosten viel Geld. Doch wer muss die Kosten dafür in welchen Fällen tragen? Bei positivem Ergebnis oder einem Verdachtsfall, wird eine Quarantäne verordnet. Das Brechen dieser Regeln kann beträchtliche Strafen nach sich ziehen. Zudem gilt ab Freitag in Österreich abermals eine Maskenpflicht in Supermärkten, Bank- und Postfilialen. Bei Nichteinhaltung drohen Geldstrafen. Die Höhe der Strafen sind unterschiedlich.

Wer die Kosten für den PCR-Test bezahlen muss

Die Kosten für PCR-Test zum Nachweis einer aktuellen Covid-19-Erkrankung liegen zwischen 85 und 260 Euro. Abhängig ist der Preis unter anderem auch davon, wie schnell man das Ergebnis erhalten möchte. Durchschnittlich werden die Ergebnisse derzeit binnen 48 Stunden übermittelt. Bei einem positiven Corona-Test, wird das Ergebnis direkt an die zuständige Gesundheitsbehörde gemeldet - der Betroffene muss sich für mindestens 14 Tage in Quarantäne begeben.

Treten Symptome auf, die auf eine mögliche Covid-19-Erkrankung deuten, sollten die dafür zuständige Gesundheitsbehörde (Telefon-Hotline 1450) oder der Hausarzt telefonsich informiert werden. Wird man anschließend als Verdachtsfall eingestuft, ist der PCR-Test kostenfrei. Ein dafür vorgesehener mobiler Dienst wird den Test zuhause durchführen, da sich betroffene in Quarantäne begeben müssen.

Liegt kein Verdachtsfall seitens der Behörden vor, so sind die Kosten für den Test selbst zu bezahlen. Eine verordnete Quarantäne als Verdachtsfall kann jedenfalls nur bei

Corona-Antikörpertests

Ein Antikörpertest in Zusammenhang mit einer zurückliegenden Covid-19-Erkrankung kostet in Österreich zwischen 25 und 170 Euro. Die Preise können sich je Labor oder Arzt unterscheiden. In der Regel liegen die Preise jedoch deutlich unter 100 Euro. Es besteht zudem die Möglichkeit einen Schnelltest in Apotheken durchzuführen.

PCR-Test nach Auslandsreise

Kehrt man von einer Reise aus einem Risikogebiet zurück - etwa aus Westbalkan-Staaten (Bosnien-Herzegowina, Serbien, o.Ä.) - so gelten ab Freitag strengere Einreisebestimmungen und Grenzkontrollen. Alle Rückkehrer, die in Österreich gemeldet oder österreichische Staatsbürger sind, müssen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Nur ein PCR-Test mit negativem Ergebnis kann diese Isolation aufheben.

Strafen bei Verstoß

Die Bundesregierung hat bereits mehrfach betont, dass das Nichteinhalten der Quarantäne-Bestimmungen kein Kavaliersdelikt sei. Es können Geldbußen seitens der Polizei verhängt werden, wenn man sich etwa als Verdachtsfall nicht an die Isolationsbestimmungen hält. Bricht man die Quarantäne-Regeln mit einem positiven Testergebnis, so hat dies sogar strafrechtliche Konsequenzen.

Auch für das Nichteinhalten der Maskenpflicht können teils empfindliche Geldstrafen verhängt werden. Diese Strafen liegen derzeit bei rund 25 Euro in Supermärkten, Postfilialen und ähnlichen Einrichtungen, die der Maskenpflicht ab Freitag wieder unterliegen. In öffentlichen Verkehrsmitteln der Wiener Linien sind es 50 Euro, bei den ÖBB immerhin 40 Euro. Zudem kann man von der Weiterfahrt ausgeschlossen werden.

Daniel Herndler
Email: dh@finanz.at
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
Redaktion | Kontakt | Twitter: @DanielHerndler | Salzburg
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

Schlagwörter:

CoronaCovid-19PCR-TestCorona-TestCovid-19-TestKostenQuarantäneStrafe

Mehr Schlagzeilen