Die Rundfunkgebühren (GIS) sollen um rund acht Prozent erhöht werden und lege damit unter der kumulierten Inflationsrate seit der letzten Gebührenerhöhung. Die letzte Gebührenerhöhung fand vor fünf Jahren statt.

29.09.2021, 16:10 Uhr | von | Finanzen
Rundfunkgebhren (GIS) sollen um 8 Prozent erhht werden
Bildquelle: Finanz.at | GIS Gebhren ORF

Im heutigen Ministerrat wird ein Zeitplan für die ORF-Digitalnovelle abgestimmt. Bis Ende des Jahres soll seitens der Bundesregierung ein Plan zur Umsetzung der Gesetzesnovelle vorgelegt werden. Die Novelle soll im Laufe des nächsten Jahres in Kraft treten. Sie soll eine Erhaltung und einen Ausbau der Plattform orf.at und ihrer Inhalte betreffen. Zudem soll die 7-Tage-Bereitstellungsfrist von Online-Inhalten neu geregelt werden. Weitere Kooperationen mit Privatsendern sind geplant.

Unabhängig davon trifft sich auch der ORF-Stiftungsrat in rund zwei Wochen (14. Oktober) zu einer Sondersitzung. Darin soll etwa die GIS-Gebührenerhöhung beschlossen werden. Die 35 Stiftungsräte werden über einen Antrag des amtierenden ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz über die Erhöhung der Rundfunkgebühren (GIS) um rund acht Prozent abstimmen. Damit würde die Erhöhung unter der kumulierten Inflationsrate seit der letzten Gebührenerhöhung vor fünf Jahren liegen.

Aktuelle Rundfunkgebühren in Österreich

Die Rundfunk­­ Gebühren betragen derzeit 20,93 bis 26,73 Euro monatlich abhängig vom Bundesland. Dabei werden als Vorschreibung je nach Zahlungsweise die Gebühren für zwei, sechs oder zwölf Monate berechnet.

gis.at
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Befreiung der GIS-Gebühren

Eine Befreiung von der Gebührenpflicht ist grundsätzlich unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Diese Pflicht besteht demnach nicht, wenn etwa bei sozialer oder körperlicher Hilfsbedürftigkeit eine Befreiung erteilt wurde, für den Standort bereits die GIS-Gebühren entrichtet wurden oder im Haushalt keine Rundfunkempfangsgeräte vorhanden sind.

Mehr Informationen: Rundfunkgebhren (GIS)

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Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
Redaktion | Kontakt | Twitter: @DanielHerndler | Salzburg
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

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