23.10.2019, 09:05 Uhr | von | Wirtschaft

Bitcoin ist die älteste Kryptowährung der Welt. Mehr als 85 % aller Bitcoins, die je in Umlauf sein werden, sind bereits in Umlauf.

Der Bitcoin feiert heuer zwei Jubiläen
Bild: pixabay.com / mohamed_hassan

Der Bitcoin feiert in diesem Jahr gleich zwei Jubiläen. Einerseits wurde der Bitcoin im Januar zehn Jahre alt. Auf der anderen Seite wird die Bitcoin-Zeit jedoch nicht kalendarisch gemessen. Die Zeitmessung im Zusammenhang mit Bitcoins erfolgt in Blöcken. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde mit dem 600.000 Block der 18 Millionste Bitcoin generiert. So sind nun mehr als 85 % aller Bitcoins, die sich je im Umlauf befinden werden, im Umlauf. Dies ist der Fall, weil die maximale Menge an Bitcoins, die erzeugt werden, auf 21 Millionen Stück begrenzt wurde.

Ein Block ist die zentrale Datenstruktur eines Bitcoins. Die Blöcke werden, solange Bitcoins gehandelt werden, die Transaktionen aufzeichnen. In Normalfall werden Blöcke an das Ende einer Kette von Blöcken, einer so genannten Blockchain, gehängt. Wenn diese einmal festgelegt sind, werden diese nicht mehr geändert oder entfernt.

Bitcoin fast so selten wie Gold

Blockchain ist zweifelsfrei eine das 21. Jahrhundert sehr prägende Technologie. Am bekanntesten ist sie für einen ganz speziellen Anwendungsbereich: den Bitcoin.

21 Millionen Bitcoin ist die maximale Geldmenge, die festgelegt wurde. 6 Millionen Bitcoins davon sind jedoch nicht mehr zugänglich, wobei 2 Millionen davon gestohlen wurden. Die restlichen 4 Millionen Bitcoins haben sich auf Festplatten oder USB Sticks befunden, welche weggeworfen wurden oder kaputt sind. Diese sind somit für immer verloren. Dieser Verlust von rund 30 % des Gesamtvolumens dürfte auch einer der Faktoren dafür sein, dass der Wert der Kryptowährung steigt. Alle vier Jahre wird die Menge der Bitcoins pro Block, die neu geschaffen werden, halbiert. So wird im Mai 2020 die Block-Belohnung wahrscheinlich von aktuell 12,5 auf 6,25 Bitcoins pro Block gesenkt werden. Dies würde bedeuten, dass die Stock-to-flow-ratio von 25 auf 50 steigen würde. Mit anderen Worten würde dies bedeuten, dass der Bitcoin fast so selten wie Gold wäre.

Anfänge des Bitcoins

Am 3. Jänner 2009 wurden die ersten 50 Bitcoins generiert. Wer hinter dem Pseudonym der Person, die die Bitcoins ins Leben gerufen hatte, steckt, ist bis heute unbekannt. Der Bitcoin kostete zu Beginn weniger als einen Dollar pro Stück. Am 6. Dezember 2017 hingegen überstieg der Wert des Bitcoins die 12.000 Dollar-Marke. So wurde der Bitcoin zur sechstgrößten Währung der Welt und übertraf damit sogar den Rubel. Wenige Tage später stieg der Wert des Bitcoins noch höher auf die 20.000 Dollar-Marke. Danach ging es schrittweise wieder bergab.

Viele Behörden warnen vor den großen Kursschwankungen, denen der Bitcoin ausgesetzt sein kann. Aber auch aus einem anderen Blickwinkel ist der Bitcoin vielen Menschen ein Dorn im Auge. Dies ist vor allem im Bereich der Kriminalität der Fall. Trotz alledem war das Interesse an der Kryptowährung in Österreich schon sehr früh vorhanden. Ein Benutzer in Österreich stellte seinen alten Porsche an einer Bitcoin-Börse für 3.000 Bitcoin zum Verkauf ein –  und dies bereits im Jahre 2011.

Mehr Informationen: Bitcoins

Richard Baidinger
Email: rb@finanz.at
Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
Experte für Wirtschaft und Finanzen
Redaktion | Kontakt | Wien
Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

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BitcoinBlockJubiläumKrypotwährung

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