Als mögliche Formen der Anlage stehen dabei unzählig viele Instrumente zur Verfügung. Zu diesen zählen klassische Anlageformen wie das Sparbuch, das Tagesgeldkonto, Rohstoffe, Anleihen und Aktien, aber auch neue Anlageformen wie das Crowdinvesting und Kryptowährungen. Am häufigsten beinhaltet das Asset Management aber die aktive Verwaltung und Strukturierung von Aktienpaketen durch den Asset Manager. Hier kann der Manager durch die Globalisierung und die Digitalisierung mittlerweile sehr einfach aus Aktien aus aller Welt zurückgreifen. So sind Aktienpakete multinationaler Firmen aus aller Welt heute der Standard der Vermögensanlage und nicht mehr die Ausnahme wie noch vor einigen Jahrzehnten.

Für seine Arbeit erhält der Asset Manager eine Vergütung durch den Anleger. Dieses Honorar kann auf unterschiedliche Art und Weise berechnet werden. So kann es sich um einen festen Betrag handeln, der monatlich oder jährlich an den Asset Manager gezahlt wird. Es kann sich aber auch um eine Zahlung auf Provisionsbasis handeln. So wird der Asset Manager abhängig vom Erfolg seiner Arbeit bezahlt. Erzielt er hohe Renditen, erhält er dementsprechend auch mehr Provision. Ein weiteres Modell ist dann noch die Vergütung auf Basis des verwalteten Vermögens. So erhebt der Asset Manager hier einen Betrag, der von der Höhe des verwalteten Vermögens abhängt und einen prozentualen Anteil darstellt.

Asset Management immer beliebter

Weltweit ist die Höhe des verwalteten Vermögens in den vergangenen Jahren immer weiter angestiegen. Weltweit werden derzeit mehr als 40 Billionen US-Dollar durch Asset Manager verwaltet. Der größte Manager der Welt ist dabei das amerikanische Unternehmen Blackrock. Blackrock verwaltet derzeit mehr als 4,5 Billionen US-Dollar für seine Klienten.

Die zentralen Aufgaben der Geldanlage

Das Asset Management übernimmt in der Regel drei zentrale Aufgaben: die Analyse, die Transaktion und das Reporting. Die Analyse umfasst dabei die Beobachtung der Kapitalmärkte und eine Bewertung dieser. So sucht der Asset Manager etwa passende Aktien und Anleihen heraus, die für die Strategie des Klienten und die Erreichung seiner finanziellen Ziele nützlich sein können. Dafür analysiert der Asset Manager zentrale Kennzahlen, die für eine Bewertung unerlässlich sind. Diese Informationen fließen dann in die anschließenden Entscheidungen des Asset Managers ein. Dieser kauft auf Basis seiner Informationen geeignete Aktien und Anleihen oder verkauft bereits vorhandene Anlagen. Damit ist der zweite Bereich, der der Transaktionen, abgedeckt. Der dritte Bereich, das Reporting, bezieht sich dann auf die Kommunikation zwischen Asset Manager und Klienten. So stellt der Manager regelmäßig Informationen über seine Entscheidungen und ihre Auswirkungen für seinen Klienten zusammen. Dazu zählen etwa Übersichten zum Bestand der Depots und die erzielten Renditen. Damit arbeitet der Asset Manager transparent und kann von seinem Klienten kontrolliert werden.

Die Vorteile des Asset Management

Das Asset Management bietet für Anleger viele Vorteile. So müssen sie sich nicht selbst mit der Verwaltung ihres Vermögens befassen, sondern können diese Aufgabe einfach an einen Experten abgeben. Dieser verfügt meist über jahrelange oder sogar jahrzehntelange Erfahrung bei der Anlage von Vermögen. Er kann daher besonders gute Entscheidungen treffen. Daneben haben gerade große Asset Manager meist deutlich mehr Anlageoptionen als Privatanleger, die als Individuum auftreten.

Nachteile für Anleger

Das Asset Management bietet neben seinen zahlreichen Vorteilen auch einige Nachteile. Der erste ist sicherlich, dass die Verwaltung von Kapitalanlagen Geld kostet. Dieses Geld wird regelmäßig dem Vermögen des Anlegers entzogen und mindert quasi die erzielte Rendite. Damit sich ein Asset Manager rechnet, muss er also die Rendite um mehr erhöhen, als er an Honorar kostet. Dies gelingt jedoch nicht jedem Asset Manager immer gleich gut. Das Asset Management hat daneben den Nachteil, dass der Asset Manager nicht für seine Arbeit haftet, wenn er nicht fahrlässig handelt. So kann es an den Aktienmärkten schnell zu Verlusten oder auch Totalverlusten kommen, die den Anleger treffen und nicht den Asset Manager.

Situation in Österreich

In Österreich gibt es eine große Vielzahl verschiedener Asset Manager. Die größten drei Manager des Landes sind Raiffeisen, ERSTE-SPARINVEST und Capital Invest. Sowohl private als auch institutionelle Anleger können hier ihr Vermögen verwalten lassen. Die meisten Asset Manager investieren dabei in Firmen und Immobilien aus Wien und der Umgebung der Stadt. So ist die Hauptstadt die wirtschaftlich potenteste Region des Landes und bietet daher vielfältige Möglichkeiten zur Investition an.

Im Vergleich zu anderen Ländern ist Österreich aber einer der kleineren Player im Bereich des Asset Management. So sind die verwalteten Vermögen deutlich kleiner als etwa in einem Land wie den USA, wo generell deutlich größere Teile der Bevölkerung privat ihr Geld in Kapitalanlagen anlegen und es aktiv von Asset Managern verwalten lassen. Dieser Trend dürfte dabei auch in den kommenden Jahren noch weiter anhalten und dürfte vorerst kein Ende finden.


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Daniel Herndler
Autor:
Chef-Redaktion | Ressorts: Finanzen, Steuern und Wirtschaft
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte als Finanzexperte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
Email: dh@finanz.at | Twitter: @DanielHerndler
Stand: 01.11.2019, 12:30 Uhr | Richtlinien | Über Finanz.at | Kontakt

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