Pension, Beihilfen, AMS & Karenz: Das darf man jetzt dazuverdienen

Wer während des Bezugs von Studienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Pension oder Arbeitslosengeld etwas dazuverdient, unterliegt den jeweiligen Zuverdienstgrenzen. Diese Grenzbeträge werden jährlich erhöht und für 2024 auch neue Regelungen eingezogen. Neuerungen wird es bei den Beihilfen geben. Alle Details findet man hier auf Finanz.at.

08.06.2024, 07:30 Uhr von
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Bildquelle: Finanz.at / Euro
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Wie viel darf man während der Pension oder des Bezugs von Kinderbetreuungs- oder Arbeitslosengeld dazu verdienen? Diese Frage stellen sich viele Menschen in Österreich, die ihr Monatseinkommen aufbessern möchten.

Seit Januar 2024 gelten in Österreich neue Zuverdienstgrenzen. Wer neben der Pension, der Arbeitslosigkeit oder der Karenz dazuverdienen möchte, unterliegt in der Regel bestimmten Grenzen für das Nebeneinkommen. Andernfalls drohen Kürzungen oder die Nachversteuerung des Zuverdienstes. Neuerungen wird es rückwirkend auch beim Zuverdienst zur Familienbeihilfe und Studienbeihilfe geben.

Für Pensionen gibt es zudem eine neue Sonderregel, die auf zwei Jahre befristet wird. Sie über 100 Euro an zusätzlicher Entlastung bringen. Eine Übersicht der neuen Zuverdienstgrenzen findet man hier auf Finanz.at. Ab 2025 wird die Zuverdienstgrenze erneut um den Anpassungsfaktor ansteigen. Dieser wird anhand der Teuerung zum Jahresende 2024 beschlossen werden.

Pensionen

Grundsätzlich darf man während des Bezugs der regulären Alterspension unbeschränkt dazuverdienen. Das zusätzliche Einkommen muss jedoch versteuert werden. Abweichende Regelungen und Zuverdienstgrenzen gibt es etwa bei der Korridorpension, Frühpension oder bei der Witwenpension. Hier werden die Grenzwerte ab 2024 erhöht.

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Für die Witwen- oder Witwerpension gilt etwa eine neue Einkommensgrenze, aber der keine Nachversteuerung schlagend wird, von 13.981 Euro pro Jahr. Für die Frühpension, Korridorpension und die Berufsunfähigkeits-, Erwerbsunfähigkeits- und Invaliditäspension gilt grundsätzlich die neue Geringfügigkeitsgrenze als maximaler Zuverdienst:

Geringfügigkeitsgrenzen

Jahr Einkommen pro Arbeitstag Einkommen pro Monat
2024 - 518,44 Euro
2023 - 500,91 Euro
2022 - 485,85 Euro
2021 - 475,86 Euro
2020 - 460,66 Euro
2019 - 446,81 Euro
2018 - 438,05 Euro
2017 - 425,70 Euro
2016 31,92 Euro 415,72 Euro
2015 31,17 Euro 405,98 Euro
2014 30,35 Euro 395,31 Euro
2013 29,70 Euro 386,80 Euro
2012 28,89 Euro 376,26 Euro
2011 28,72 Euro 374,02 Euro
2010 28,13 Euro 366,33 Euro
2009 27,47 Euro 357,74 Euro

Seit Anfang 2017 gibt es keine tägliche Geringfügigkeitsgrenze mehr.

Alle Details zum Zuverdienst während der Pension findet man hier auf Finanz.at.

Zusätzlich gilt für die Jahre 2024 und 2025 die Beitragspflicht für die Pensionsbeiträge entfällt, wenn man bei einer Erwerbstätigkeit während der Alterspension die doppelte Geringfügigkeitsgrenze (1.036,88 Euro) nicht überschreitet. Das soll pro Person eine Entlastung von bis zu 106 Euro bringen, wie die Parlamentsdirektion berechnet.

Zuverdient für Studienbeihilfe und Familienbeihilfe

Die aktuelle Zuverdienstgrenze für den Bezug der Familienbeihilfe und Studienbeihilfe von aktuell 15.000 Euro brutto pro Jahr soll nun ebenfalls valorisiert werden. Dadurch wird die Zuverdienstgrenze für die Familien- und Studienbeihilfe jährlich um die Höhe der Inflation angepasst. Diese Regelung soll bereits rückwirkend ab 01. Januar 2024 gelten. Finanz.at hat berichtet.

Arbeitslose und Notstandshilfe

Während des Bezuges von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe darf bis zum maximalen Betrag der Geringfügigkeitsgrenze dazuverdient werden, ohne dass der Bezug gekürzt wird oder entfällt. Diese liegt 2024 bei 518,44 Euro pro Monat.

Alle Details zum Zuverdienst bei Arbeitslosigkeit findet man hier auf Finanz.at.

Kinderbetreuungsgeld

Wird beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld die jährliche Zuverdienstgrenze von 8.100 Euro ab 2024 (7.800 Euro in 2023) überschritten, muss nur der Betrag über dieser Grenze vom Kinderbetreuungsgeld bzw. Karenzgeld zurückbezahlt werden. Diese erhöhte Zuverdienstgrenze wurde in dieser Woche im Familienausschuss im Parlament beschlossen.

Alle Details zum Zuverdienst bei Bezug von Kinderbetreuungsgeld findet man hier auf Finanz.at.

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Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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