30.09.2019, 12:00 Uhr | von | Finanzen

Anbieter von Dienstleistungen und Handel mit digitaler Währung unterliegen zukünftig der Finanzmarktaufsicht und müssen registriert werden. Damit soll gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung mit Kryptowährungen präventiv vorgegangen werden.

Anbieter von digitalen Währungen unterliegen künftig der Finanzmarktaufsicht
Bild: pixabay.com / vjkombajn

Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) teilte am Montag mit, dass digitale Währungen und Kryptowährungen ab 10. Januar 2020 in das europäische Regime zur Prävention der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung einbezogen werden. Alle Dienstleister und Anbieter, die eine Ausgabe, Übertragung, den Handel oder den Verkauf von digitalen Währungen abwickeln, müssen sich dazu bei der für sie zuständigen Aufsichtsbehörde registrieren. Ab diesem Stichtag gelten für sie somit Sorgfalts- und Meldepflichten zur Vorbeugung gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Ab 01. Oktober können die Anbieter in Österreich ihren Antrag zur Registrierung bei der Finanzmarktaufsicht einbringen.

Diese Regelungen werden in der 5. Geldwäsche-Richtlinie (RL (EU) 2018/843) festgeschrieben. In Österreich werden diese gesetzlichen Regeln im Rahmen des Finanzmarkt-Geldwäschegesetzes (FM-GwG) umgesetzt.

„Die Einbeziehung virtueller Währungen in das Regime zur Prävention der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung ist einerseits ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Geldwäscherei, und leistet andererseits einen großen Beitrag, faire Wettbewerbsbedingungen zwischen Anbietern analoger Finanzdienstleistungen sowie Anbietern digitaler Finanzdienstleistungen zu schaffen“, so die FMA-Vorstände Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller in ihrer Pressemitteilung.

Damit gelten für Finanzdienstleister am Kryptowährungsmarkt nun dieselben Regelungen und Meldepflichten, wie für Kredit- oder Finanzinstitute.

(APA / Redaktion)

Mehr Informationen: Kryptowährungen

Martin Höllinger
Email: mh@finanz.at
stv. Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Kredit
Experte für Finanzierung, Kredit, Versicherung
Redaktion | Kontakt | Twitter: @hoellinger | Steiermark
Martin Höllinger ist Finanz-Experte aus der Steiermark und beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Finanzen, Kredit und Versicherung.

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FinanzmarktaufsichtFMAKryptowährungdigitale WährungGeldwäsche

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