Familien- und Sozialhilfe-Zuschuss: Wer am längsten warten muss

Wie berichtet, werden die seit Juli versprochenen Zuschüsse von 60 Euro für SozialhilfebezieherInnen bzw. Familien von den Bundesländern ausgezahlt. Dabei kommt es zu deutlichen Unterschieden bei den Auszahlungsterminen. Wer am längsten warten muss und warum sich die Zahlung so lange verzögert, findet man hier auf Finanz.at.

15.09.2023, 07:00 Uhr von
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Bildquelle: Finanz.at / Euro
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Seit Monaten warten BezieherInnen von Sozialhilfe, Arbeitslosengeld und Co., aber auch Alleinerziehende mit geringem Einkommen auf den vielfach versprochenen Zuschuss von 60 Euro pro Monat. Für Familien wird er sogar pro Kind bis Ende nächsten Jahres ausgezahlt.

Bislang haben jedoch nur wenige Personen die Auszahlung tatsächlich erhalten, wie Finanz.at exklusiv berichtet. Der Grund: Zuständig sind zwar die Bundesländer, jedoch wurde der dafür notwendige Erlass, um die Auszahlungen vorbereiten zu können, erst Ende August vom Sozialministerium zugestellt. Teilweise fehlen noch notwendige Ergänzungen für die Länder.

Damit unterscheiden sich nun die Zeiträume für die Auszahlungen je Bundesland recht deutlich. In Vorarlberg werden diese bereits in wenigen Tagen abgeschlossen sein. Bereits mehr als 75 Prozent der Anspruchsberechtigten haben den Betrag im Ländle erhalten.

Auszahlung in Wien erst ab November

In Wien wird man bis November warten müssen. Auf Nachfrage von Finanz.at bei allen zuständigen Stellen in den Bundesländern, wurde exklusiv mitgeteilt, dass die MA40 bis November benötigen wird, um den Auszahlungsmechanismus fertigzustellen. Die Ursache liegt hier jedoch beim Bund. Durch die um zwei Monate verspätete Zustellung des notwendigen Erlass, konnte erst jetzt mit der Umsetzung begonnen werden.

"Die betreffenden Rahmenbedingungen für die Auszahlung der Sonderzuwendungen sind den Bundesländern erst kürzlich [vom Bund, Anm.] zugegangen. Darüber hinaus wird noch eine Änderung bei der Auszahlung der Sonderzuwendungen für Kinder, insbesondere in der Anrechnung erwartet", teilt die MA40 auf Anfrage von Finanz.at mit. Die Ursache liege bei der Verspätung des Bundes.

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Steiermark zahlt ab Januar 2024

In der Steiermark wird man am längsten warten müssen. Hier wird sich die Auszahlung laut Angaben des Amtes der Landesregierung sogar auf Januar 2024 verschieben. Die Beträge ab Juli werden rückwirkend ausgezahlt. Der Grund dafür ist, dass - wie auf Nachfrage mitgeteilt wurde - "für die Abwicklung der Sonderzuwendungen seitens des Bundes noch eine Novelle des LWA-G und entsprechende Ergänzungen des Ministeriums zu einem Erlass fehlen". Mit diesen ist voraussichtlich ab Oktober zu rechnen.

Jedenfalls wird der Zuschuss rückwirkend ausgezahlt. Das bedeutet, dass niemand um die bislang verstrichenen Monate Juli, August und September umfallen wird. Für einige bedeutet das 180 Euro, andere werden deutlich mehr erhalten. In Wien könnten es somit bis November sogar 300 Euro sein. In der Steiermark sogar 420 Euro. Anschließend sollen die Monate einzeln und rechtzeitig überwiesen werden.

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Daniel Herndler
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Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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