Zurück zum Ursprung: Die N26 Bank

19.10.2019, 13:28 Uhr | von | Wirtschaft

Die N26 Bank kommt nun mit der ersten Filiale nach Wien zurück, der Stadt, in der die Bank ursprünglich gegründet wurde.

Zurück zum Ursprung: Die N26 Bank
Bild: pixabay.com / FirmBee

Die N26 Online-Bank hat nicht nur Standorte in Berlin und Barcelona, sondern nun auch in Wien. Nicht nur die Lebensqualität, sondern auch andere Faktoren haben bei dieser Entscheidung eine ausschlaggebende Rolle gespielt.

Valentin Stalf, ist einer der beiden Gründer der N26 Bank. Er ist der Meinung, dass es wahrscheinlicher ist, sich von seiner Frau oder seinem Mann zu trennen, als von seiner Bank. Dennoch kann die N26 Online-Bank täglich einen Zuwachs von 10.000 Kundinnen und Kunden pro Tag verzeichnen. Das entspricht der Größe einer städtischen deutschen Bankfiliale. Maximilian Tayenthal, ebenso Gründer der Bank, kann sich dieses Phänomen dadurch erklären, dass beispielsweise in Frankenreicht 85 Prozent aller Menschen bei den fünf größten Banken des Landes Kundinnen und Kunden sind. Dies ist aber auch genau der Grund, warum die Kundinnen und Kunden dieser Banken nicht einen allzu guten Zugang zu digitalen Bankprodukten haben würden und wenn, dann auch zu viel für die Dienstleistungen bezahlen.

Ursprünge in Wien

Die beiden Wiener Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gründeten die N26 Bank im Jahre 2013. In der ersten Finanzierungsrunde, die noch in Wien von statten ging, wurde den beiden Gründer schnell klar, dass für weitere Expansionen der Weg ins Ausland unabdinglich war. Die besten Bedingungen hatte der Meinung der beiden Gründer nach Berlin, da die Attraktivität für Start-Up Unternehmen sehr attraktiv war.

Ein Büro in Wien wurde jedoch nie eröffnet. Dies soll sich nun ändern. Vor allem für Bankkonten für Unternehmer soll die Filiale in Wien dienen. Wien ist der dritte Standort in Europa. Laut eigenen Angaben wäre die Suche nach „den richtigen Leuten“ gar nicht so einfach. Es ist der Fall, dass die Berliner Filiale international aufgestellt ist, wohingegen man in Barcelona viele lokale MitarbeiterInnen finden konnte.

15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Wiener Filiale wurden bereits rekrutiert, bis zum Ende des Jahres 2019 sollen es zwischen 20 und 30 sein. Das Ziel für 2020 ist, dass man in etwa 100 Beschäftigte in Wien verzeichnen kann, auf lange Sicht sollen es sogar dreimal so viel werden.

Derzeit beschäftigt die N26 Online-Bank rund 1.300 Angestellte. Dies soll jedoch immer noch nicht alles sein. Die Bank hat das Ziel, weiter zu expandieren. Für das kommende Jahr etwa ist der Markteintritt in Brasilien geplant, vor einigen wenigen Monaten ging der Eintritt in den Markt der USA vonstatten.

Derzeitige Situation der N26 Bank

Bisher werden 26 Märkte von der N26 Online-Bank bearbeitet. Insgesamt ist die Zahl der Kundinnen und Kunden der Bank auf 4.000.000 gestiegen. Die Bewertung der Bank lag im Sommer des Jahres 2019 bei 3,5 Milliarden Dollar. Dadurch ist die Bank in der Lage, neues Kapital zu sammeln. Dieses Geld wird aber offensichtlich auch benötigt, denn den Geschäftszahlen aus 2017 nach, zeichnen sich Millionenverluste ab. Innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre ist außerdem der Gang an die Börse geplant.

Mehr Informationen: Number26

aktualisiert: 19.10.2019, 13:28 Uhr
Richard Baidinger
Email: rb@finanz.at
Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
Experte für Wirtschaft und Finanzen
Redaktion | Kontakt | Wien
Bio: Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

Schlagwörter:

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