Future bezeichnet ein unbedingtes Termingeschäft, welches auf der Börse gehandelt wird. Häufig ist bei Futures auch von Terminkontrakten die Rede. Ein außerbörslich gehandeltes Termingeschäft wird hingegen als Forward bezeichnet.

Welche Eigenschaften hat ein Future Trade?

Die wesentlichen Charakteristika, die ein Terminkontrakt (Future Trade) aufweist, sind im Folgenden angeführt:

  • Der Vertragsgegenstand (auch Basiswert) wird vorab genau bestimmt.
  • Ebenso wird die Menge, welche auch als Kontraktgröße bezeichnet wird, sowie die Qualität im Zuge des Vertragsgegenstandes festgelegt.
  • Es gibt außerdem einen fixen Termin (Erfüllungszeitpunkt in der Zukunft).
  • Auch die Art der Erfüllung, z.B. die Lieferung gegen Zahlung eines vorab vereinbarten Preises oder der Barausgleich, wird vor Abschluss eines Futures bestimmt.

Geringe Kosten für den Handel von Futures, einen transparenten Handel und einen relativ leichten Marktzugang werden von der Standarisierung von Terminkontrakten gewährleistet.

Weitere Informationen zu Futures:

Im Folgenden werden einige Begriffe, die im Zusammenhang mit Terminkontrakten eine Rolle spielen, angeführt und näher definiert.

Cost of Carry:

Cost of Carry wird zu Deutsch Bestandhaltungskosten genannt. Nimmt man an, dass der Kassapreis, welcher auch Spot Price genannt wird, des Basiswertes Gold 400,00 Euro beträgt und der Zinssatz in diesem Beispiel 5,00% ist, so belaufen sich die Bestandhaltungskosten unter weiterer Annahme von Versicherungskosten in Höhe von 3,00 Euro und Lagerhaltungskosten von 2,00 Euro pro Jahr, gesamt auf 25,00 Euro. Es ist nochmals gesondert darauf hinzuweisen, dass die Zinsen zu den Bestandhaltungskosten gezählt werden. Diese Geschäfte werden also durchaus von der Geldpolitik beeinflusst.

Wert:

Der Wert eines Terminkontrakts wird auch Terminpreis genannt. Dieser setzt sich aus dem Kassapreis (Spot Price) plus/minus dem Terminspread zusammen. Nehmen wir an, dass der Kassapreis 400,00 Euro beträgt und der Terminspread 25,00 Euro. Dann beläuft sich der Terminpreis auf gesamt 425,00 Euro. Der Terminpreis nähert sich somit im Laufe der Zeit immer mehr an den Kassapreis an.

Hebel:

Man benötigt nur einen Bruchteil des Wertes als Einsatz, um einen Terminkontrakt eröffnen zu können. Daher ist oft von einem Hebelinstrument die Rede. Die jeweilige Börse bestimmt, wie groß der Hebel bei einem bestimmten Future ist. Grundsätzlich gilt folgende Formel im Zusammenhang mit dem Hebel: Man dividiert den Wert des Kontrakts zum Zeitpunkt des Kaufes durch den Betrag, der notwendig ist, um eine Terminkontraktposition erwerben zu können. Die Stärke der Hebelwirkung hängt grundsätzlich von der Größe und dem Wert des Kontrakts und dem Zeitpunkt des Einstiegs ab.

Arten von Terminkontrakten:

Man unterscheidet im Allgemeinen zwischen Futures auf Aktien und auf Rohstoffe.

Handel:

Beim Handel auf den Future-Märkten geht es bei weniger als 3% der Kontrakte auch wirklich um einen Realtausch. Der Rest wird durch ein Gegengeschäft vor dem Fälligkeitszeitpunkt bereinigt. Im Konkreten bedeutet dies, dass der Inhaber einer Short-Position – der Verkäufer – erwirbt eine Long-Position und gegengleich. Der Unterschied zwischen den beiden Kontraktpreisen ergibt in Folge einen Spekulationsgewinn oder -verlust.

Kritik:

Es wird immer öfter die reine Spekulation vor allem im Zusammenhang von Futures auf dem Rohstoffmarkt kritisiert. Experten sind der Meinung, dass solche Geschäfte früher oder später zu einer deutlichen Verteuerung von Lebensmitteln geführt haben. Ob diese Verteuerung wirklich von diesen Geschäften gekommen ist, ist jedoch nicht bewiesen.

Unterschied zu Optionen:

Futures unterscheiden sich von Optionen vor allem in deren Ausübung. Bei Futures muss das Instrument ausgeübt werden, bei Optionen hingegen hat man die Wahl, ob man die betreffende Option ausüben möchte. Innerhalb der Optionen unterscheidet man zwischen europäischen und amerikanischen Optionen. Diese weisen unterschiedliche Eigenschaften in Punkto Ausübung auf.