15.11.2019, 11:15 Uhr | von | Finanzen

Die Inflation ist im Oktober um insgesamt 1,1 Prozent gestiegen. Verantwortlich dafür sind unter anderem Preisrückgänge für Treibstoffe.

Inflation im Oktober 2019 um 1,1 Prozent gesunken
Bild: Finanz.at / pixabay.com (Montage)

Die Statistik Austria veröffentlichte heute ihre Berechnungen zur Inflation im Oktober 2019. Demnach ist das Preisniveau im Oktober in den Sektoren "Wohnung, Wasser und Energie", sowie bei "Restaurants und Hotels" gestiegen. Die Haushaltsenergie wurde durch nur sehr geringe Preisanstiege etwa bei Strom dagegen um 0,3 Prozent günstiger. Im Durchschnitt lag der Anstieg bei 0,2 Prozent im Vergleich zu September 2019. Im Jahresvergleich liegt das Preisniveau sogar um 2,2 Prozent höher.

Die größten Preistreiber im Oktober waren die Sektoren "Bekleidung" und "Schuhe", die mit 2,9 Prozent gegenüber dem Vormonat einen Einfluss von Plus 0,14 Prozent auf die Teuerungsrate nehmen. Grund für diesen Anstieg sind untere anderem die Herbst- und Winterartikel im Handel. Kleidungsartikel wurden dadurch im Durchschnitt gegenüber September 2019 um 2,7 Prozent teurer, Schuhe um 3,5 Prozent.

Als Preisdämpfer weist die Statistik Austria unter anderem die Kosten für Restaurants und Hotels aus. Die heimischen Restaurants und Hotels verteuerten sich deutlich im Oktober gegenüber im September. Die Teuerungen bei Bewirtungsdienstleistungen belaufen sich auf Plus 3,0 Prozent, bei Beherbergungsdienstleistungen auf Plus 3,4 Prozent.

Im Vergleich dazu sind die Ausgaben für Verkehr durchschnittlich um 1,5 Prozent zurückgegangen. Im Jahresabstand haben sich die Kosten für Sprit (Benzin und Diesel) um 7,4 Prozent verringert. Bereits im September 2019 sanken die Treibstoffpreise um 5,1 Prozent.

Auch die Nachrichtenübermittlung wurde durchschnittlich um 4,2 Prozent günstiger.

Teuerung nach harmonisiertem Verbraucherpreisindex liegt bei 1,0 Prozent

Die harmonisierte Inflationsrate (HVPI) im Vergleich innerhalb der Eurozone beträgt in Österreich für Oktober 2019 1,0 Prozentpunkte. Aufgrund unterschiedlicher Konzepte und der EU-Verordnung Nr. 1114/2010 müssen die Gewichtungsunterschiede des HVPI neu berechnet werden. Dadurch wurden in den vergangenen Jahren einzelne Sektoren mit höherer oder niedrigerer Gewichtung ausgewiesen, als zuvor.

Referenzen:

Mehr Informationen: Inflation

Daniel Herndler
Email: dh@finanz.at
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Steuern, Finanzen, Wirtschaft und Börse
Redaktion | Kontakt | Twitter: @DanielHerndler | Salzburg
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte als Finanzexperte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

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