16.10.2019, 12:09 Uhr | von | Wirtschaft

Bulgarien versucht, mit dem Zuspruch der doppelten Subventionssumme das Rennen gegen die Türkei für ein neues Werk von Volkswagen zu gewinnen.

Mehr Geld für neues VW-Werk von Bulgarien
Bild: pixabay.com / renehesse

Bulgarien befindet sich mit der Türkei in einem Wettstreit um den Volkswagen-Konzern. Nun will Bulgarien Volkswagen mehr Geld bieten, um sich den Zuschlag für das neue Werk des Automobilherstellers sichern zu können. Um sicherzustellen, diesen Zuschlag auch wirklich zu bekommen, ist Bulgarien bereit, die Subventionen, die ursprünglich geboten wurden, zu verdoppeln.

Der ehemalige bulgarische Staatschef Rossen Plewneliew berichtet gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, dass das Land einen Weg gefunden hat, anstatt der vorherigen 135 Millionen Euro nunmehr 250 bis 260 Millionen Euro an Subventionen anbieten zu können. Plewneliew ist zurzeit der Präsident des bulgarischen Automobil-Clusters in Sofia.

Er berichtet weiter, dass ein solches Angebot an Volkswagen unterbreitet worden sei, eine Antwort des Automobilkonzerns stehe jedoch noch aus. Wenn man die Infrastruktur, also Schienenverkehr, Autobahnen und U-Bahnen, hinzurechnet, bietet Sofia laut Plewneliew insgesamt 800 Millionen Euro an. Und dies alles, um VW zu bewegen, Bulgarien anstatt der Türkei für ein neues Werk zu wählen. Die Beihilfen sollen dabei laut eigenen Angaben mit der EU-Kommission abgesprochen sein. Plewneliew betont jedoch, dass sich die Türkei hingegen über die Regeln hinweggesetzt haben soll.

Nach der Offensive des Militärs in Nordsyrien hatte der Volkswagen Konzern die Pläne für ein neues Werk in der Nähe der Metropole Izmir vorerst auf Eis gelegt.

aktualisiert: 16.10.2019, 12:09 Uhr
Richard Baidinger
Email: rb@finanz.at
Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
Experte für Wirtschaft und Finanzen
Redaktion | Kontakt | Wien
Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

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VolkswagenBugarienTürkeiWettbewerbSubventionenWerk

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