Alle Informationen und Tipps zum richtigen Schreiben des Lebenslaufs in Österreich finden Sie hier!

Der Lebenslauf - die wichtigsten Fakten

Wie genau ein Lebenslauf auszusehen hat, ist von Land zu Land unterschiedlich. So sind in den USA beispielsweise keine Fotos mehr im Lebenslauf vorhanden oder in der Bewerbung allgemein zu finden.

Für den deutschsprachigen Raum sind die Regeln anders. Der am meisten verwendete Lebenslauf ist der tabellarische, da hier die einzelnen beruflichen Stationen und Ausbildungen am schnellsten vom Leser erfasst werden können. Ausformulierte handschriftliche Lebensläufe, wie es sie früher gegeben hat, werden heute gar nicht mehr oder nur noch sehr selten verwendet. Wenn eine solche Form gewünscht ist, wird dies in der Stellenbeschreibung explizit genannt.

Ein Lebenslauf soll den Bewerber bestmöglich darstellen. Daher sollte bei jeder Bewerbung der Inhalt des Lebenslaufs auf die Stelle individuell angepasst werden. Die Länge umfasst meist zwei Seiten, kann aber je nach Inhalt auch eine oder drei Seiten umfassen.

Lebenslauf-Muster - kostenlose Vorlage herunterladen

Im Internet gibt es viele kostenlose Formen, die als Inspiration für einen Lebenslauf genutzt werden können. Dabei sollte auf die Quelle der Dateien geachtet werden. Meist können zuständige Ämter und Behörden hier hilfreiche Anlaufstellen für Musterlebensläufe sein. Generell gilt aber, dass der Lebenslauf individuell an die Bewerbungsunterlagen angepasst werden sollte. Zum Bewerbungsgespräch sollte er noch einmal in ausgedruckter Form mitgenommen werden. Eine Vorlage finden Sie etwa auf der Webseite von monster.at.

So sollte der Lebenslauf aufgebaut sein

Der Lebenslauf, der auch Curriculum Vitae (kurz CV) genannt wird, soll dem Leser einen Überblick geben über die absolvierten Ausbildungen und die vorhandenen Berufserfahrungen des Bewerbers. Daneben werden auch weitere Erfahrungen und zusätzliche Ausbildungen, Fort- und Weiterbildungen aufgelistet.

Diese werden allgemein als Soft Skills bezeichnet und können bei der personellen Entscheidung für einen Bewerber ausschlaggebend sein. Dies ist der Fall, wenn zwei oder mehr Bewerber über eine gleiche Ausbildung und Berufserfahrung verfügen. Durch die Soft Skills kann der Bewerber eine besondere Eignung für eine Stelle herausstellen. Es sollte dabei aber beachtet werden, dass die hier aufgeführten Soft Skills auf die ausgeschriebene Stelle abgestimmt sind.

Insgesamt gibt es sieben einzelne Teile, die in einem Lebenslauf unbedingt integriert sein sollten. Dazu zählen neben Berufserfahrung und Ausbildung auch formelle Angaben zur eigenen Person sowie am Ende Datum und Signatur. Die Auflistung der im Lebenslauf zu nennenden einzelnen Stationen und Kenntnisse folgt immer dem gleichen Schema.

Inhalt

Zu den grundlegenden Informationen, die im Lebenslauf ganz oben stehen sollten, gehören die persönlichen Daten des Bewerbers. Als persönliche Daten werden Namen, Adresse und der Telefonnummer gezählt. Dazu werden im standardisierten Lebenslauf auch das Geburtsdatum und der Geburtsort genannt. Auch der Familienstand und die Staatsbürgerschaft gehören zu den persönlichen Daten, die hier angegeben werden sollten. Wenn auf dem Deckblatt der Bewerbung kein Foto verwendet wurde, findet es sich mit in den Lebenslauf integriert. Es wird meist rechts- oder linksseitig neben den persönlichen Daten eingefügt. Je nach gewählter Darstellungsart kann es aber auch über den persönlichen Daten angezeigt werden.

Werbegang: Beruflich und schulisch

Der Bildungsweg oder Werdegang steht am Anfang und wird chronologisch weiterführend dargestellt. Ganz oben steht die zuletzt oder noch gegenwärtig ausgeübte Tätigkeit oder besuchte Schule. Zum Bildungsweg gehören neben den beruflichen Tätigkeiten auch die Berufsausbildung und mindestens der letzte erworbene Schulabschluss. Noten müssen nicht unbedingt angegeben werden, können aber durchaus auch eingefügt werden. Auch die absolvierten Praktika werden unter dem Bildungsweg mit aufgeführt. Lediglich der Präsenz- oder Zivildienst wird unter einem gesonderten Punkt aufgeführt.

In einigen Fällen lässt es sich nicht vermeiden, dass zwischen zwei Stationen im Werdegang eine Lücke entsteht. Das sollte, wenn möglich, nicht offen auf den ersten Blick ersichtlich sein. Zwischenzeiten, wie zum Beispiel eine Arbeitslosigkeit zwischen zwei Anstellungen, sollte auf eine positive Art umgangen werden. Je nachdem, wodurch diese Lücke entstanden ist, lässt sie sich unauffällig in den Lebenslauf integrieren. Möglicherweise lässt sich diese Zeit durch eine Fortbildung näher erklären oder auch ein Auslandaufenthalt kann hier als Erfahrung eingesetzt werden.

Fähigkeiten, Kenntnisse und weitere Skills

Nach dem Arbeits- und Bildungsweg werden alle zusätzlich erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse aufgelistet. Sie fallen unter den Stichpunkt der besonderen Kenntnisse. Hier werden alle zusätzlich erworbenen Zertifikate und Bescheinigungen angegeben, die über die reine Ausbildung hinausgehen und einen Mehrwert für das Unternehmen darstellen. Danach werden in einer Auflistung die erworbenen Fremdsprachen erfasst. Diese können durch Zeugnisse, als auch durch Aufenthalte in den entsprechenden Ländern zusätzlich belegt werden. Als Letztes steht abschließend das aktuelle Datum, welches immer mit dem des Anschreibens oder Motivationsbriefes übereinstimmen sollte.

Zuletzt wird der Lebenslauf unter dem Datum mit einer Unterschrift versehen. Bei den heute meist üblichen, digital versendeten Bewerbungen kann die Unterschrift eingescannt und als Grafik eingefügt werden. Wird die Bewerbung ausgedruckt und als Brief verschickt, sollte die Unterschrift unbedingt von Hand erfolgen. Ein Füllerfederhalter oder ein Kugelschreiber ist hierfür am besten geeignet und zu empfehlen. Die im Lebenslauf genannten einzelnen Stationen und erworbenen Kenntnisse sollten in der Bewerbungsmappe mit entsprechenden Zeugnissen belegbar sein.

Aktueller Stand: 05/2019 -