Vor einem Hausbau sollte man sich um eine Gebäudeversicherung erkundigen und Angebote vergleichen bzw. eine solche Versicherung auch abschließen. So kann eine sogenannte Rohbauversicherung von Baubeginn vor Schäden, die durch Feuer entstehen schützen und ebenso für Schäden, die durch Sturm entstehen, ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung des Rohbaus.

Sogleich wenn mit einem Wohnungs- oder Hausbau begonnen wird, besteht die Möglichkeit, dass Schäden entstehen. Diese können das Eigenheim einerseits nur beeinträchtigen, andererseits ganz und gar zerstören. Solche Schäden können oft eine große Summe Geld kosten.

Bei vielen Versicherungen sind Schäden, die durch den Bauherrn entstehen – beispielsweise die Baustelle wird vom Bauunternehmen nicht ausreichend gut gesichert und es kommt dadurch zu einem Personenschaden – in der Regel anteilig mitversichert.

Welche Eigenschaften weist eine Gebäudeversicherung auf?

Auch interessant zu wissen ist, kauft man ein fertiges Haus von einer Person, so kann man auch automatisch die Gebäudeversicherung vom Vorbesitzer übernehmen. Man sollte in so einem Falle jedoch unbedingt überprüfen, ob die Prämie und die Deckungssummen noch im Verhältnis zu den heutigen Verhältnissen stehen. Ist dem nicht so, so kann man ein Monat nach Eintragung ins Grundbuch diesen Vertrag auflösen und einen neuen, aktuellen Vertrag mit der Versicherung abschließen.

Die verschiedenen Versicherungsunternehmen bieten eine Vielzahl an unterschiedlichen Versicherungspaketen an. So kann man das für einen am besten passende Produkt wählen und ist dann auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt ausreichend abgesichert.

Leistungen vergleichen

Man kann also – wenn man sich für ein Versicherungsunternehmen zum Abschluss einer Gebäudeversicherung entschieden hat - zwischen verschiedenen Möglichkeiten an Leistungen, Höchsthaftungssummen und Prozentsätzen wählen. Es ist generell zu empfehlen, höherwertige Produkte zu wählen, da die Prämie durch den Erhalt von Rabatten meist nur unwesentlich steigt, man aber vor allem in den Sparten Leitungswasser-, Sturm- und Feuerschäden besser versichert ist, als man es mit einem Basisprodukt wäre. Außerdem sollte man bei Versicherung eines Hauses, dieses auf den Nennwert versichern lassen. Die Versicherungssumme und Prämie wird dann in der Regel jährlich angepasst, sodass man im Falle eines Schadens, eine Summe bis zu einer Höhe der Kosten, die entstehen würden, wenn man ein gleichwertiges Gebäude bauen würde, ersetzt bekommt.

Versicherungssumme berechnen

Allgemein ist es üblich, das mit der Quadratmeteranzahl und der Anzahl der Geschosse des Hauses die Versicherungssumme berechnet wird. Das bewirkt für die Versicherung, dass Einwände einer Unterversicherung im Falle eines Schadens aus der Welt geschafft sind. Manche Versicherungen hingegen ziehen zur Berechnung der Versicherungssumme die Nutzfläche des Gebäudes heran. Daher sollte man als Versicherungsnehmer besonders darauf achten, dass es zu keiner Unterversicherung kommt – insbesondere, wenn man ein Haus mit großen Fluren oder Stiegen beziehungsweise Kellerräumen hat. Weitere Faktoren, die Versicherungsgesellschaften mittlerweile in ihrer Berechnung einfließen lassen, sind etwa die Bauweise, die Lage oder das Baujahr des Hauses. So können zwischen den Versicherungen unterschiedlichste Angebote entstehen.

Ferner zu beachten ist, dass bei einer üblichen Gebäudeversicherung nur Ein- oder Zweifamilienhäuser versichert werden. Will man also einerseits größere Wohneinheiten, andererseits Gebäude mit gemischter und/oder gewerbliche Nutzung versichern lassen, so kann man dies mit einer speziellen Gebäudeversicherung machen. Sollte dies der Fall sein, ist es empfehlenswert, sich an einen der Kundenberater des ausgewählten Versicherungsunternehmens zu wenden.

Welche Schäden werden von der Gebäudeversicherung gedeckt?

Wenn schon nicht vor dem Bau, sollte man spätestens bei Einzug eine Gebäudeversicherung abschließen. Diese deckt in der Regel eine Reihe von Schäden, die auftreten können. Diese können sein:

  • Schäden an der Substanz des Gebäudes, die hervorgerufen wurden durch unverschuldete und unvorhersehbare Naturgewalten.
  • Schäden an Inventarbestandteilen, die für das Haus angefertigt wurden. Darunter fallen etwa Schränke, Fußbodenheizungen, Küchen, Solaranlagen, sowie Wintergärten.
  • Markisen, Rollläden, Briefkästen und Carports müssen oftmals extra in den Vertrag gegen Zahlung eines Zusatzpaketes genommen werden. Will man auch diese Dinge versichert haben, so sollte man sich den Vertrag vor Unterzeichnung genau durchlesen, um gegebenenfalls diese noch in Vertrag aufzunehmen.

Grundsätzlich werden in der Regel die Risiken eines Wasserschadens, Sturmschadens und Brandes versichert. Man kann zusätzlich zur Gebäudeversicherung auch eine Grundstückshaftpflicht abschließen. Jeder Anbieter hat wie schon erwähnt viele verschiedene Angebote in unterschiedlichen Preisklassen – Ein Vergleich ist in jedem Falle empfehlenswert. Aber es sollten im Zuge des Versicherungsabschlusses auch einige andere Faktoren berücksichtigt werden. Fragen, wie etwa „bis zu welcher Summe sind Naturkatastrophen versichert?“, „Ist indirekter Blitzschlag gedeckt?“ sind durch aus an das Versicherungsunternehmen zu stellen. Hat eine Versicherung eine gut erstellte Übersicht der Versicherungsleistungen, so sollten in der Regel alle auftretenden Fragen zu beantworten sein. Im Notfall kann man den Kundenbetreuer der jeweiligen Versicherung zurate ziehen.

Abschließend kann man zusammenfassen, dass eine Gebäudeversicherung grundsätzlich sinnvoll ist. Schäden können durch unterschiedliche Einflussfaktoren entstehen. Manchmal ist es der Fall, dass die Behebung von solchen Schäden eine Menge Geld kostet. Um nicht in den finanziellen Ruin zu schlittern, sollte man sich bereits vor dem Hausbau um eine Versicherung kümmern, spätestens aber dann, wenn das Haus fertig gebaut wurde und man in dieses einzieht. So kann, wenn ein Schaden eintritt, eine Menge Geld gespart werden.