Aktie

  • NASDAQ : AAPL
  • WKN: 865985
  • ISIN: US0378331005

Apple Inc.

  • Zentrale: Cupertino, Kalifornien (Vereinigte Staaten)
  • Gegründet: 1976
  • Gründer: Steve Jobs, Steve Wozniak, Ron Wayne
  • Umsatz : 265,6 Milliarden USD (2018)

Unternehmen

Das amerikanische Unternehmen Apple (ISIN: US0378331005) ist an der New York Stock Exchange (NYSE) gelistet und vor allem für eines bekannt: iPhones. Doch nicht nur das iPhone ist in Apples Produktportfolio vertreten. Das iPad, das iMac, die Airpods und natürlich auch iTunes sind uns allen bekannt. Apple hat die letzten zehn Jahre maßgeblich das Leben von Milliarden Menschen verändert.

Durch die innovativen Produkte ist natürlich auch das Interesse an der Apple Aktie gestiegen. Doch wie schlägt sich die Apple Aktie im andauernden Handelskrieg?

Kursentwicklung

Seit Jahresbeginn hat die Apple Aktie eine beeindruckende Erholung-Rallye hinter sich. Zu Beginn des Jahres notierte die Aktie bei 125 Euro. Bis Anfang Mai stieg der Kurs ohne nennenswerte Rücksetzer auf fast 190 Euro. Dies entspricht einer Kurssteigerung von nahezu 50 Prozent! Doch das böse Erwachen kam als Anfang Mai die Apple Aktien im Soge des gesamten Tech-Sektors einbrachen. Die Kurse fielen innerhalb eines Tages von 190 Euro auf 183 Euro. Ein sattes Tagesminus von 4%. Doch dies war erst der Anfang wie sich dann zeigte.

Handelskrieg zwischen USA und China

Durch den erneut aufkochenden Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Volksrepublik China mit ihren Hauptakteuren Donald Trump (Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika) und Xi Jinping (Staatspräsident der Volksrepublik China) ist die Aktie der Firma Apple bis heute auf 157 Euro gefallen. Ein sehr ausgeprägter Kursverlust in Höhe von 33 Euro bzw. fast 18% innerhalb von nicht mal einem Monat.

Präsident Trump hat den chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei auf eine Blacklist gesetzt, da vermutet wird, dass sich die chinesische Smartphone Schmiede nicht an geltende Patente im Technologie Sektor hält sowie für die Volksrepublik China den amerikanischen Staat und dessen Bewohner ausspioniert.

Auf den ersten Blick hört sich dies für die Apple Anteilseigner toll an, da hierdurch ein großer Konkurrent auf dem Heimatmarkt faktisch verschwindet. Doch trotz dessen überwiegen aus meiner Sicht die Nachteile:

  • Apple produziert in China
  • in den chinesischen Netzwerken werben die Landeseinwohner für einen Apple Boykott
  • Chinesen sind sehr patriotisch; es wird erwartet, dass die Arbeiter in den Apple-Werken in China kündigen bzw. die Arbeit niederlegen bis Huawei wieder von der Liste genommen worden ist
  • Apple erzielt einen großen Teil seines Umsatzes in China - der Boykott dürfte diesen weiter nach unten drücken - obwohl dieser bereits zu Jahresbeginn zurück ging und Apple eine Gewinnwarnung aussprechen musste.

Dies ist die aktuelle Situation aus der Sicht des chinesischen Volkes. Da in der chinesischen Volksrepublik vorrangig Apple Produkte mit sehr hohen Margen von bis zu 250 Prozent verkauft werden, dürfte ein Wegfall zu einem deutlichen Gewinneinbruch führen.

Doch wie kann die chinesische Regierung reagieren?

Die chinesische Regierung kann auf den Ausschluss von Huawei aus dem amerikanischen Markt und die Verbote für Firmen mit Huawei Handel zu betreiben durch zwei denkbare Schritte vergelten und Präsident Trump zum Einknicken im Huawei-Bann sowie im Handelskrieg bringen:

Im ersten Szenario - dem milden Szenario - werden entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen, welche den Maßnahmen der Amerikaner gleichen: Apple wird vom chinesischen Markt ausgeschlossen und darf nicht mehr mit chinesischen Firmen Handel betreiben. Dies würde zu einem Gewinneinbruch sowie zu einem gewaltigen Versorgungsengpass führen, da ein Großteil der Apple Produkte in China produziert werden.

Das zweite, radikale Szenario: China exportiert keine Seltene Erden mehr nach Amerika. Seltene Erden sind - entgegen dem Namen - nicht seltenes Metall, welches weltweit zu 90% in China abgebaut wird. Das Metall wird unter anderem für den Bau von Chips aber auch von Batterien benötigt. Diese Maßnahme würde also nicht nur Apple treffen, sondern die gesamte amerikanische Wirtschaft, in welcher sehr viele Technologieunternehmen ansässig sind. Experten raten daher: Investoren sollten ihre aktuellen Bestände verringern und sich erst nach Ausgang des Handelskrieges und des Huawei Bannes wieder an Apple wagen.





Daniel Herndler
Autor:
Chef-Redaktion | Ressorts: Finanzen, Steuern und Wirtschaft
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte als Finanzexperte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
Email: dh@finanz.at | Twitter: @DanielHerndler
Stand: 01.12.2017, 11:00 Uhr | Richtlinien | Über Finanz.at | Kontakt

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