Mopedversicherungen werden, wie auch beim Auto, in die Haftpflicht-, die Teilkasko- und die Vollkaskoversicherung aufgeteilt. Dabei werden je Versicherung andere Leistungen und Konditionen angeboten bzw. Schäden abgedeckt. Auch die Höhe der Prämie unterscheidet sich.

In Österreich sieht das Gesetz vor, dass der Inhaber eines Kraftfahrzeuges oder eines Zweirads (Motorrad, Motorroller) dieses vor dessen Inbetriebnahme bei einer Versicherung versichert. Auch im Bereich der Mopedversicherungen stehen dem Versicherungsnehmer drei Varianten der Versicherung zur Auswahl. Die verschiedenen Arten von Versicherungen, die erhältlich sind, und deren Eigenschaften werden im Folgenden näher erläutert.

Ob man einen weiteren Schutz über die gesetzliche Pflichtversicherung hinaus wünscht und für notwendig erachtet, obliegt einem selbst. Es ist auf alle Fälle zu empfehlen, unterschiedliche Versicherungsanbieter und deren Konditionen bzw. Produkte untereinander zu vergleichen. Diese unterscheiden sich nämlich nicht nur oft in Bezug auf die Leistungen, sondern es gibt auch sehr starke Preisunterschiede, wodurch man durch ein vorheriges Vergleichen viel Geld sparen kann.

Was sind die Eigenschaften einer Mopedversicherung?

Bei den Versicherungen für Mopeds wird zwischen der Haftpflicht-, der Teilkasko- und der Vollkaskoversicherung unterschieden:

Haftpflichtversicherung für Mopeds

Diese Variante der Versicherung ist die Basisvariante unter den Versicherungen für Mopeds. Man muss diese vom Gesetz aus abschließen, um das Moped überhaupt erst in Betrieb nehmen zu dürfen. Die Haftpflicht haftet im Grunde für alle Schäden, die bei anderen Verkehrsteilnehmern und deren Fahrzeugen entstehen. Sie kommt aber nicht für Schäden an der eigenen Person oder am eigenen Moped auf.

Vor allem, wenn man ein älteres Moped besitzt, ist die Haftpflicht oftmals eine gute Möglichkeit der Versicherung. Diese ist nämlich deutlich günstiger, als eine Teilkasko- oder Kaskoversicherung. Für Unfallschäden an der eigenen Person kann eine Lebens- oder Unfallversicherung zusätzlich abgeschlossen werden, sofern man eine solche noch nicht besitzt. Die Haftpflichtversicherung definiert sich übrigens für Autos ebenso, wie für Motorräder und Mopeds.

Teilkaskoversicherung für Mopeds

Die Teilkasko unterscheidet sich jedoch von der Teilkasko für Kraftfahrzeuge. Diese kann man grundsätzlich freiwillig zusätzlich zur Haftpflicht abschließen. Diese Versicherung dient dem Schutz gegen Schäden am eigenen Fahrzeug. Auch Unfälle, die im Zusammenhang mit Tieren geschehen, sind im Zuge einer Teilkaskoversicherung abgedeckt. Schadensfälle, die durch Vandalismus oder im Zuge des Parkens entstehen, sind jedoch nicht in dieser Versicherungsvariante enthalten. Es ist empfehlenswert, eine solche Versicherungen für Mopeds, die noch nicht älter als 5 bis 6 Jahre sind, abzuschließen, da man sich so gegen Schäden schützen kann, die außerhalb des eigenen Einflusses stehen.

(Voll-)Kaskoversicherung für Mopeds

Diese kommt in der Praxis nur eher selten in Frage. Dies ist einerseits der Fall, da die Mopeds vergleichsweise günstig zu kaufen sein – im Gegensatz zu einem Motorrad oder Auto – und da es oft nicht sinnvoll erscheint, da die Kosten für eine Kaskoversicherung sehr hoch sein können. Es kann aber sein, dass man eine Kasko abschließen möchte, wenn es sich bei dem zu versichernden Moped um einen Neukauf gehandelt hat. Bei dieser werden auch Schäden, die durch Parken und Vandalismus entstehen, gedeckt.

Die sonstigen Leistungen ähneln oder gleichen denen der Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung. Hat man also ein neues Moped gekauft und hat dafür keinen Parkplatz oder eine Garage, so kann der Abschluss einer Kaskoversicherung durchaus Sinn machen. Aber nicht nur in diesem Falle, sondern gerade für Personen, die gerade den Führerschein gemacht haben und sozusagen Fahranfänger sind, eignet sich diese Versicherungsvariante auch sehr gut.

Welche Schäden sind bei einer Mopedversicherung gedeckt?

Auf der Suche nach einer Versicherung, die geeignet ist und zu den individuellen Bedürfnissen und Wünschen passt, gibt es einige Faktoren, die man im Zuge seiner Recherche beachten sollte.

Deckung

Grundsätzlich sind die Versicherungen verpflichtet, bei einer Mopedversicherung Schäden in Höhe von 7 Millionen Euro zu decken. Es besteht grundsätzlich immer die Möglichkeit, diese Deckungssumme durch einen kleinen Aufpreis auf die Prämie deutlich zu erhöhen. Dies muss man nicht tun, es kann aber nützlich sein. Außerdem besteht die Möglichkeit, ein Assistance-Paket dazu zu buchen. Dies ist jedoch nur dann sinnvoll und hilfreich, wenn man nicht bereits Mitglied bei einem Pannendienst ist. Außerdem ist es möglich, bei Mopedversicherungen auch eine Insassenunfallversicherung als zusätzliche Sicherung des Fahrers und des Beifahrers abzuschließen. Bei einer Teilkasko kann man sich ferner auch gegen den Fall von Diebstahl versichern lassen. Je nach Belieben und Verlangen kann ein Standardvertrag durch kleine Aufpreise aufgestockt werden.

Selbstbehalt

Was man auch beachten sollte, ist die Zahlung von Selbstbehalten, die im Zuge des Versicherungsvertrages vereinbart wird. Es gibt auch hier unterschiedliche Angebote, bei denen im Allgemeinen gilt: Je mehr Selbstbehalt man im Falle eines Schadens übernimmt (wird vorab bei Vertragsabschluss ausgemacht), desto billiger ist die Versicherungsprämie. Im Bereich der Zweiradversicherungen sind generell Selbstbehalte von zirka 300 bis 400 Euro üblich. Damit wird einem als Versicherungsnehmer auch etwa 10 bis 20 Prozent der Versicherungsprämie erlassen. Wichtig ist auch,zu versuchen, mit dem Preis zu verhandeln. Wer nämlich ein Händchen für dies hat, kann durch Rabatte einiges an Geld sparen.

Zusammenfassend kann man also erkennen, dass es aus einer Vielzahl von Angeboten verschiedener Anbieter auszuwählen gilt, wenn es um die Versicherung des eigenen Mopeds geht. Zuerst muss man sich aber darüber im Klaren sein, ob man dieses nur gesetzlich verpflichtend mit einer Haftpflichtversicherung versichern lassen will oder bei einem neueren und/oder teureren Moped durch eine Teilkasko- oder Kaskoversicherung.