Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert österreichische Arbeitnehmer zusätzlich zur staatlichen finanziellen Vorsorge ab. Wird ein Versicherungsnehmer berufsunfähig, so zahlt die Versicherung eine zusätzliche monatliche Prämie in Höhe der vereinbarten Summe aus. Damit kann man privat für diese Fälle vorsorgen.

Viele Arbeitnehmer kennen das Problem mit der Gesundheit. Durch ihre Arbeit entstehen in vielen Fällen Schmerzen. Selbst bei der Büroarbeit ist das häufig der Fall. Die Büroangestellten haben häufig mit Rückenschmerzen oder sogar Bandscheibenvorfälle zu kämpfen. Das Arbeiten wird dann schnell zur reinsten Qual. Menschen mit einem körperlich fordernden Beruf kennen diese Probleme ohnehin. Eine einzige Diagnose kann somit das berufliche Ende bedeuten.

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Deshalb ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung so wichtig:

Viele Arbeitnehmer sind nicht in der Lage, bis zu dem regulären Renteneintritt zu arbeiten. Studien gehen belegen, dass etwa 20 Prozent der Arbeitnehmer durch Berufsunfähigkeit bereits früher aus dem Beruf aussteigen muss.

Auch eine längere Unterbrechung der Karriere, auf Grund einer Krankheit ist durchaus realistisch. Auch für diesen Fall ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung bedeutend, um den finanziellen Ruin zu vermeiden.

Immerhin gibt es in den meisten Ländern eine staatliche Absicherung. Diese ist jedoch knapp bemessen und deckt damit nur das Nötigste ab. Komfortabel leben kann der ehemalige Arbeitnehmer von ihr sicherlich nicht. Jeder Berufstätige sollte sich deshalb Gedanken darüber machen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Auf sie zu verzichten ist nur dann sinnvoll, wenn die Person im Falle der Berufsunfähigkeit anderweitig voll abgesichert ist.

Die Funktionsweise der Versicherung

Immer wieder gibt es widersprüchliche Meinungen dazu, wie die Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt funktioniert. Teilweise ist es erschreckend, wie wenig Wissen die Arbeitnehmer auf diesem Gebiet eigentlich haben. Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat, der erhält von dieser im Ernstfall jeden Monat eine finanzielle Zahlung. Dafür muss nachgewiesen werden, dass das Versicherungsmitglied dem zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr nachgehen kann, ohne dass es dabei zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung kommt. Je nach Land, beziehungsweise je nach Versicherung können abweichende oder zusätzliche Regelungen vorliegen. Bei dem Abschluss der Versicherung sollte darauf unbedingt geachtet werden.

Zahlungen

Wichtig ist es jedoch zu wissen, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung auch zu den Zahlungen verpflichtet ist, wenn das Versicherungsmitglied theoretisch noch in der Lage dazu ist, in einem anderen Beruf tätig zu sein. Beispielsweise könnte ein Elektriker, der aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann, durchaus noch in der Lage sein, einer einfachen Bürotätigkeit nachzugehen. In diesem Fall muss die Versicherung dennoch die Zahlungen leisten.

Auch die Ursache ist meist nicht entscheidend dafür, ob die Versicherung zahlen muss. Eine Ausnahme besteht meist dann, wenn der Versicherte die Berufsunfähigkeit selbst herbeigeführt hat. Wenn Vorsatz nachgewiesen werden kann, entfällt die Pflicht zur Zahlung.

Überprüfung der Berufsfähigkeit

Die Versicherung wird überprüfen lassen, ob der Versicherte nicht mehr in seinem Beruf tätig sein kann. Dafür muss häufig ein gewisser Grad der Einschränkung vorliegen. Auch hier greifen unterschiedliche Regelungen. Meist liegt der Wert jedoch bei einer 50-Prozent-Einschränkung. Die Hälfte der Leistungsfähigkeit wäre dann verloren gegangen. Es wäre dem Versicherten nicht mehr möglich, seinen beruflichen Tätigkeiten voll und ganz nachzukommen. Alternativ wäre nur noch eine abgeschwächte Arbeit oder eine geringere Anzahl an Stunden möglich.

Die Betroffenen müssen dies mit zahlreichen Unterlagen nachweisen. Dabei handelt es sich häufig um ärztliche Gutachten und ausführliche Beschreibungen der Arbeitstätigkeit durch den Arbeitgeber.

Die Höhe der monatlichen Auszahlung durch die Versicherung, kann der Versicherte häufig selbst festlegen. Allerdings muss diese Festlegung vor dem Eintritt der Berufsunfähigkeit erfolgt sein. Das bisherige Einkommen ist jedoch nicht entscheidend.

Die staatliche Absicherung reicht alleine nicht aus

Die staatliche Absicherung fällt in jedem Lang anders aus. Doch die Gemeinsamkeit besteht darin, dass sie eigentlich nie für mehr als das Überleben reicht. Es sollte sich somit auf keinen Fall nur auf sie verlassen werden.

Um die Unterstützung zu erreichen, muss der Betroffene nachweisen, dass er die letzten fünf Jahre mindestens 3 Jahre berufstätig war und staatliche Abgaben geleistet hat. Normalerweise handelt es sich dabei um Zahlungen in die Renten- oder Altersversicherung.

Durchschnittlich erhält der Betroffene in Deutschland oder Österreich eine staatliche Unterstützung in Höhe von rund 750 Euro. In anderen Ländern kann es jedoch zu deutlichen Abweichungen kommen.

Die staatliche Absicherung ist außerdem in den meisten Ländern an hohe Bedingungen geknüpft. Der Betroffene muss beispielsweise in Deutschland nachweisen, dass er nicht in der Lage ist, länger als drei Stunden am Stück zu arbeiten. Der Beruf ist dabei nicht entscheidend. Da sich in den meisten Fällen ein Beruf finden wird, in welchem der Betroffene diese geringe Stundenanzahl erbringen kann, wird die staatliche Unterstützung nur recht selten gewährt.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist für fast jeden sinnvoll

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine sehr gute Möglichkeit, sich selbst vor einem solchen Schicksal zu bewahren. Besonders sinnvoll ist sie für Erwerbstätige, die es sich nicht leisten können auf ihr Einkommen zu verzichten. Besonders bei den Alleinverdienern ist das der Fall. Diese haben schließlich nicht nur sich selbst, sondern auch den Partner oder die gesamte Familie zu versorgen. Auch Selbstständige sollten unbedingt eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Schließlich sind sie normalerweise nicht gesetzlich versichert. Sie drohen somit ganz besonders, im Falle der Berufsunfähigkeit „durch das System zu rutschen“.

Sehr häufig wird die Notwendigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung von den Berufsanfängern unterschätzt. Diese müssen sich in der beruflichen Welt erst zurechtfinden und vergessen dabei, wie wichtig es ist sich um den Ernstfall zu kümmern. Sie profitieren von der Berufsunfähigkeitsversicherung jedoch am meisten, da sie die Versicherung zu sehr günstigen Konditionen erhalten. Außerdem sind sie für die Berufsunfähigkeit nicht weniger anfällig als ihre älteren Kollegen.

Optional ist die Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen für die Beamten. Sie gehören zur einzigen Gruppe, bei der ein Verzicht auf diese Versicherung kaum negative Auswirkungen hat. Sobald die Beamten mehr als fünf Jahre im Staatsdienst tätig waren, steht ihnen ohnehin ein Ruhegehalt zu. Dieses liegt sehr weit über der herkömmlichen staatlichen Absicherung. Genaue Angaben sind abhängig, von dem jeweiligen Land. Deshalb sind an dieser Stelle nur recht allgemein Informationen möglich.