Die genaue Höhe sowie die Bestimmungen bzw. Fristen hängen je nach Bundesland ab. Des Weiteren gibt es auch Befreiungs- und Ermäßigungsgründe. Auch Ausnahmen sollten nicht ignoriert werden wie beispielsweise bei:

  • Assistenzhunde
  • Diensthunde
  • Rettungshunde

Je nach Bundesland muss man bei der zuständigen Behörde nachfragen. Genauere Informationen lassen sich in der Gemeinde finden. Der gleiche Fall gilt für einen Umzug. Der Hund muss dementsprechend am neuen Ort gemeldet werden. Wenn der Hund nicht abgemeldet wird, dann besteht weiterhin die Abgabepflicht am alten Ort. Auch wenn man nur innerhalb der Gemeinde umzieht, sollte die neue Adresse stets den Abgabenbehörden mitgeteilt werden.

Wer die Hundesteuer bezahlen muss

Wie oben bereits erwähnt müssen Hundesteuer diejenigen zahlen, die einen Hund besitzen. Das gilt nicht nur für Österreich, sondern auch für Deutschland. In Österreich ist man verpflichtet für den Besitz eines Hundes eine Steuer an den Staat zu bezahlen. Zumindest dann, wenn der Hund zum reinen Privatvergnügen gehalten wird. Etwas anders sieht es bei Hundezüchtern, Schäfern oder blinden Menschen aus. Diese Personengruppen sind auf einen Hund angewiesen und nutzen ihn zu beruflichen Zwecken. Deswegen müssen diese Personen keine bis weniger Hundesteuer zahlen.

Die Höhe der Steuer

Die genaue Höhe der Hundesteuer hängt von mehreren Faktoren ab. Je nach Gemeinde kann es zu Unterschieden kommen. In der Regel kann diese zwischen 7,27 € und 110,00 € reichen. Die Gemeinden orientieren sich nicht an den tatsächlichen Kosten. Allerdings ist die Steuer alles andere als zeitgemäß. Früher im Mittelalter galten die Hunde noch als Arbeitstiere und wurden dementsprechend eingesetzt.

Heutzutage bieten Schoßhündchen keinen Vorteil in Sachen Arbeit. Und dafür sind sie auch nicht gedacht, weshalb das Thema so kritisch angesehen wird. Österreich ist eines der letzten 4 Länder, die eine Hundesteuer besitzen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis sie dort abgeschafft wird.

Gegenleistungen für Hundebesitzer

Wer eine Hundesteuer bezahlen muss, der erwartet auch eine gewisse Gegenleistung. Allerdings betreiben viele der österreichischen Städte die Steuer als Symbolpolitik. Insbesondere die Hundebesitzer beklagen sich wegen mangelnden Hundewiesen. Viele davon sind zu klein, zu schmutzig oder bieten keine anständige Sitzgelegenheit. Der Leistungswiderspruch fällt vor allem im ländlichen Bereich auf.

Zusätzlich werden durch die Steuererhöhungen die Rechte der Hundebesitzer beschnitten. Dazu gehören unter anderem:

  • genereller Leinenzwang
  • Verbotszonen für Hunde
  • vermehrte Kontrollen oder Geldstrafen
  • nicht vorhandene Hundefreilaufmöglichkeiten

All diese Dinge zählen zu der traurigen Realität in Österreich. Deswegen sprechen auch viele Gründe dagegen, die im Folgenden erwähnt werden.

Kritik

Gegen die Hundesteuer spricht an sich einiges. Die wichtigsten Punkte werden im folgenden Abschnitt erwähnt:

  • Staat bekommt mehr Geld als die Hunde kosten
  • Hunde sind ein Sozialpartner und kein Luxusgut
  • andere Tierbesitzer müssen keine Steuer zahlen (Diskriminierung)
  • willkürliche Besteuerung ohne wirkliche Gegenleistung
  • Verwaltung kostet Staat mehr als sie einbringt

Aus den oben genannten Punkten lässt sich bereits erkennen, dass die Hundesteuer wie es sie aktuell gibt nicht mehr lange bestehen wird. Die Abschaffung der Hundesteuer ist bereits im Gespräch oder schon in der Planung.

Mögliche Abschaffung

Die Hundesteuer wird vor allem von Hundebesitzern immer wieder heftig kritisiert. Eine Abschaffung ist bereits länger ein oft diskutiertes Thema. Die Stadt Graz hat diese Hundeabgabe mit Januar 2019 bereits abgeschafft. Auch die "Tierfreunde Österreich" fordern einen sofortigen Stopp.

Der Hund ist der beste Freund des Menschen und keinesfalls ein Nutztier. Aus diesen und anderen Gründen kämpfen viele Tierfreunde gegen die Hundesteuer in Österreich. Prinzipiell sollten alle Besitzer eines Hundes von der Steuer in Zukunft befreit werden, da sie keinen Nutzen bringt und das für Staat als auch Hundebesitzer. Mittlerweile wurden verschiedene Petitionen ins Leben gerufen, um dagegen vorzugehen. Wichtig ist das Mitwirken von allen. Die Stadt Graz in Österreich hat nun die Hundesteuer ohne Bedingung abgesetzt. Das wurde im Jahr 2018 bereits bekannt. Übrigens muss bei einem Tod oder Weitergabe des Hundes ebenfalls die Behörde informiert werden.

Hunde sind der beste Freund des Menschen. Zahlreiche Haushalte verfügen über einen Vierbeiner. Die Hundesteuer wird in Österreich als Nachteil angesehen und zum Teil als Diskriminierung. Schließlich gibt es eine derartige Steuer nicht für alle Tiere. Die Hundesteuer ist eine Steuer für das Halten eines Hundes und wird willkürlich berechnet. Je nach Region kann es zu Unterschieden kommen. Allerdings ist Österreich eines der letzten 4 Länder mit der Hundesteuer. Es wird also nur eine Frage der Zeit sein, bis sie dort vollständig abgeschafft wird.

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Hundesteuer: Wird die Abgabe für Hundebesitzer bald abgeschafft?

Die Hundesteuer wird vor allem von Hundebesitzern immer wieder heftig kritisiert. Eine Abschaffung ist bereits länger ein oft diskutiertes Thema. Die Stadt Graz hat diese Hundeabgabe mit Januar 2019 bereits abgeschafft. Auch die "Tierfreunde Österreich" fordern einen sofortigen Stopp.

Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
Stand: 03.05.2021, 16:37 Uhr