26.09.2019, 12:30 Uhr | von | Wirtschaft

Österreichs Konjunktur ist laut Wirtschaftsexperten im zweiten Quartal 2019 deutlich abgeflacht. Auch das Bruttoinlandsprodukt für 2018 fällt schwächer aus.

Österreichs Wirtschaftswachstum sinkt im zweiten Quartal 2019 auf 0,3 Prozent
Bild: pixabay.com / rawpixel

Wien - Die Konjunktur nimmt in Österreich ab, das Wirtschaftswachstum ist im zweiten Quartal 2019 auf nur noch 0,3 Prozent gesunken. Das bestätigte das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) am Mittwoch. Damit wurde das schwächste Quartalswachstum in Österreich seit dem Jahr 2015 erreicht. Einem weiterhin starken privaten Konsum stehen ein Rückgang an Investitionen und eine schwächere Leistung der Außenwirtschaft gegenüber. Zudem wurde auch die die Industriekonjunktur abgeschwächt.

Ende Juli 2019 ging das Wifo noch von einem prognostizierten Wachstum von 1,7 Prozentpunkten aus. Das Bruttoinlandsprodukt lag im Jahresvergleich im zweiten Quartal noch um 1,5 Prozentpunkte höher. Der Verlauf der Konjunktur in den letzten Jahren ist damit deutlich flacher, als erwartet.

Die Außenwirtschaft verliert vor allem durch die internationale Abschwächung der Konjunktur an Fahrt. Auch die Investitionskonjunktur und die Ausrüstungsinvestitionen blieben hinter den Erwartungen. Die Bruttoanlage- und Bauinvestitionen sind hingegen um + 0,5 beziehungsweise um + 0,6 Prozent gestiegen. Auch die Wertschöpfung in der Sachgütererzeugung ist nach einem Anstieg von rund einem Prozent im ersten Quartal auf nur noch + 0,3 Prozentpunkte im zweiten Quartal gewachsen.

BIP weniger stark im letzten Jahr

Entgegen der Prognosen und Annahmen des Wirtschaftsforschungsinstitut und des Instituts für Höhere Studien stieg das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2018 um nur 2,4 Prozent und nicht, wie angenommen, um 2,7 Prozent.

Dennoch liegt das Wachstum in Österreich für das Jahr 2018 mit Plus zwei Prozent noch deutlich vor dem EU-Durchschnitt. Das berichtet die Statistik Austria am Mittwoch. Das BIP lag bei rund 385,7 Milliarden Euro oder - umgerechnet die Einwohnerzahl - bei 43.640 Euro pro Kopf.

Daniel Herndler
Email: dh@finanz.at
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Steuern, Finanzen, Wirtschaft und Börse
Redaktion | Kontakt | Twitter: @DanielHerndler | Salzburg
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte als Finanzexperte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

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