07.08.2019, 11:44 Uhr | von | Finanzen

Österreichs Banken zahlten seit 2016 insgesamt 356 Millionen Euro an Negativzinsen an die Europäische Zentralbank (EZB). Das geht aus einer Studie der Deposit Solutions hervor.

Österreichs Banken zahlen 356 Millionen Euro an Strafzinsen
Bild: pixabay.com / Hans

Seit Einführung der Strafzinsen wurden von den Banken der Eurozone insgesamt 21,4 Milliarden Euro an die EZB gezahlt. Das zeigt die Studie des Finanzdienstleisters Deposit Solutions in Deutschland. Österreichs Banken leiden jedoch vergleichsweise wenig unter dem Strafzins der Europäischen Zentralbank. Seit 2016 mussten diese lediglich 356 Millionen Euro zahlen, um überschüssige Liquidität bei der EZB einzulegen. Damit beträgt der Anteil der Zinszahlungen aus Österreich für 2016 bis 2018 nur rund zwei Prozent aller Banken der Eurozone.

Die Rentabilität der österreichischen Banken seit somit kaum betroffen. 2018 mussten sie nur 158 Millionen Euro an Strafzinsen leisten, was in etwa 1,9 Prozent des gesamten Vorsteuergewinns (EBT) der Kreditinstitute in diesem Jahr entspricht.

Vor allem Deutschland, die Niederlande und Frankreich sollen von den Negativzinsen am stärksten betroffen sein. Fast 70 Prozent aller Zahlungen stammen laut Studie aus diesen drei Ländern. Auf Deutschland alleine entfällt rund ein Drittel der Strafzinsen.

Mehr Informationen: Europäische Zentralbank

Martin Höllinger
Email: mh@finanz.at
stv. Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Kredit
Experte für Finanzierung, Kredit, Versicherung
Redaktion | Kontakt | Twitter: @hoellinger | Steiermark
Martin Höllinger ist Finanz-Experte aus der Steiermark und beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Finanzen, Kredit und Versicherung.

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