Das Arbeitslosengeld beträgt in Österreich grundsätzlich 55% des letzten (oder vorletzten) Jahres-Nettoeinkommens. Dieses Einkommen wird als Tagsatz in der Höhe von 55 % des ermittelten täglichen Nettowertes berechnet. Die Dauer der Auszahlung ist grundsätzlich auf 20 Wochen beschränkt.

Arbeitslosengeld berechnen

Alle Infos zum Arbeitslosengeld, zum Antrag, der Höhe und dem Anspruch auf Geld vom AMS in Österreich finden Sie hier online! Berechnen Sie Ihre Höhe und Ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld kostenlos online:

Arbeitslosengeld-Rechner

Einkommen (Netto):
Familienzuschlag:
Sonderfälle:

Infos zu den Sonderfällen

Alle Angaben sind ohne Gewähr auf ihre Richtigkeit!
Diese Berechnung kann von tatsächlichem Betrag abweichen.

Sonderfälle:

  • Sonderfall 1: Alleinstehende Pensionistin bzw. Pensionist (gilt ebenfalls für Witwe bzw. Witwer)
  • Sonderfall 2: Alleinstehende Pensionistin bzw. Pensionist (gilt ebenfalls für Witwe bzw. Witwer) mit mindestens 360 Beitragsmonaten der Pflichtversicherung durch Erwerbstätigkeit
  • Sonderfall 3: Alleinstehende Pensionistin bzw. Pensionist mit gemeinsamen Haushalt (Partner oder Ehepartner)
  • Sonderfall 4: Erhöhung pro Kind (Nettoeinkommen 327,29 Euro oder weniger) - gilt nicht bei Witwer- oder Witwenpension
  • Sonderfall 5: Anspruch auf Waisenpension bis zum 24. Lebensjahr
  • Sonderfall 6: Anspruch auf Waisenpension bis zum 24. Lebensjahr (beide Elternteile verstorben)
  • Sonderfall 7: Anspruch auf Waisenpension nach dem 24. Lebensjahr
  • Sonderfall 8: Anspruch auf Waisenpension nach dem 24. Lebensjahr (beide Elternteile verstorben)

Berechnung: Höhe und Dauer der Auszahlung

Das Arbeitslosengeld beträgt in der Regel 55% des letzten bzw. vorletzten jährlichen Nettoeinkommens. Die Dauer der Auszahlung ist grundsätzlich auf 20 Wochen beschränkt, kann jedoch auf 30 Wochen erhöht werden. Dafür muss insgesamt 156 Wochen lang eine versicherungspflichtige Beschäftigung vorliegen.

Das Arbeitslosengeld ist in der Regel in Österreich steuerfrei und wird daher auch nicht in der Arbeitnehmerveranlagung berücksichtigt.

In Sonderfällen, wenn das Jahreseinkommen (Netto) unter einer bestimmten Grenze liegt, kann das Arbeitslosengeld auf 60% beziehungsweise auch 80% erhöht werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Arbeitsmarktservice Österreich unter ams.at!

Zuverdienst

Ein Zuverdienst zum Arbeitslosengeld ist grundsätzlich möglich. Dabei gilt die maximale Zuverdiensthöhe von 425,70 Euro monatlich im Rahmen der Geringfügigkeitsgrenze. Diese Summe kann pro Monat brutto dazuverdient werden.

Alle Informationen zur Notstandshilfe finden Sie hier! Nutzen Sie auch den kostenlosen Brutto-Netto Rechner!

Kaum ein Thema ist so sensibel, wie der Verlust des Arbeitsplatzes und dem damit einhergehenden Bezug von Arbeitslosengeld. In der Bundesrepublik Österreich sind die Regularien diesbezüglich klar und transparent geregelt. Jeder, der folgende Parameter erfüllt, hat prinzipiell Anspruch auf Arbeitslosengeld in Österreich. Derjenige muss jedoch arbeitsfähig, arbeitswillig und aktuell arbeitslos sein.

Allgemeine Informationen zum Arbeitslosengeld in Österreich

Grundlegend ist hierbei zu beachten, dass die Bezieher von Arbeitslosengeld dem österreichischen Arbeitsmarkt zwingend zur Verfügung stehen müssen. Hierunter ist näher zu verstehen, dass derjenige auch Willens sein muss eine feste Beschäftigung aufzunehmen. Man wendet in der Praxis gewisse Mindestzeitmodelle an. Hierunter versteht der Gesetzgeber ein Mindestmaß in der Höhe von 20 Wochenstunden. Sollte der Betroffene jedoch ein Kind bis zum vollendeten 10. Lebensjahr im gleichen Haushalt aufweisen bzw. das Kind eine Behinderung haben, gilt ein Mindestmaß von 16 Wochenstunden, als festgesetzte Grenze, die erbracht werden muss. Wichtig ist in diesem Kontext immer, dass das Kind in der Bedarfsgemeinschaft im entsprechenden wohnlichen Umfeld lebt.

Grundsätzlich unterscheidet man in der österreichischen Gesetzgebung zwischen 2 Fällen des Bezugs. Zum einen den Fall, dass der Betroffene das erste Mal Arbeitslosengeld in Anspruch nimmt. Hierbei muss man regulär mindestens 52 Wochen einer Beschäftigung nachgegangen sein, um anspruchsberechtigt zu sein. Die 52 Wochen erstrecken sich über einen Zeitraum der letzten 2 Jahre.

Der 2. Fall betrifft all diejenigen, die Arbeitslosengeld nicht das erste Mal in Anspruch nehmen müssen. Hierbei gilt als Grundlage, dass der Betroffene mindestens 28 Wochen wieder in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis gewesen sein sollte. Der Zeitraum erstreckt sich in diesem Kontext auf das vergangene Jahr.

Ausnahmen bestehen hier in der Bemessung der unter 26-jährigen Personen und der Wehrdienstleistenden.

Wo wird es beantragen?

Für die Beantragung gibt es prinzipiell 2 Verfahrenswege. Zum einen können Betroffene ein eAMS-Konto nutzen oder auch persönlich vorsprechen. Sollte man über ein solches Konto verfügen, kann die Antragsstellung online erfolgen. Wie der genaue Ablauf hierbei ist, erfährt man ebenso im Internet. Antragssteller, die solch ein Konto noch nicht haben, müssen den Weg über das Gespräch suchen und persönlich vorstellig werden. Es sind hierbei jedoch ganzheitlich Fristen einzuhalten. Spätestens bis zu 10 Tagen nach dem tatsächlichen Eintritt in die Arbeitslosigkeit, muss man die persönliche Vorstellung durchführen. Das ist jedoch nur der Fall, wenn man sich bereits vor Eintritt in die Phase der Arbeitslosigkeit arbeitssuchend gemeldet hat. Betroffene, die sich noch nicht arbeitssuchend gemeldet haben, müssen sich zwingend persönlich am ersten Tag der Arbeitslosigkeit bei der entsprechenden Stelle als arbeitssuchend melden.

Wer hat Anspruch auf Arbeitslosengeld und wie lange beseht der Anspruch?

Prinzipiell sehen die gesetzlichen Regelungen hierzu vor, dass Arbeitssuchende 20 Wochen Anspruch auf Bezug des Arbeitslosengeldes haben. Das kommt jedoch nur einem Minimalanspruch gleich. Betroffene, die in den vergangenen 5 Jahren in Summe mindestens 156 Wochen sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, erhalten einen Anspruch von 30 Wochen.

Sonderregelungen:

  1. Der Betroffene hat das 40. Lebensjahr vollständig vollendet und ist in den vergangenen 10 Jahren 312 Wochen sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen. Hierbei erhöht sich der Anspruch auf 39 Wochen.
  2. Der Betroffene hat das 50. Lebensjahr vollständig vollendet und ist in den vergangenen 15 Jahren 468 Wochen sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen. Hierbei erhöht sich der Anspruch dann auf 52 Wochen.
  3. Nach einer beruflichen Rehabilitation erhöht sich der Anspruch auf 78 Wochen, wenn in diesem Kontext Weiterbildungen abgehandelt werden, die der beruflichen Integration dienen, kann sich der Anspruch auf insgesamt drei bzw. vier Jahre verlängern.

Wie hoch ist das Arbeitslosengeld in Österreich?

Die Höhe des Arbeitslosengeldes in Österreich wird schwerpunktmäßig von 3 Komponenten beeinflusst: Dem Geldbetrag, den Familienzuschlägen sowie den Ergänzungsbeiträgen.

Der Grundbetrag:

Zu Beginn ist in diesem Kontext vor allem der genaue Zeitpunkt der Geltendmachung relevant. Wenn die Meldung zur Arbeitslosigkeit in diesem Rahmen zwischen dem 01.01. und dem 30.06. eines jeden Jahres bewerkstelligt wird, so ist die Jahresbeitragsgrundlage, die bei dem österreichischen Sozialversicherungsträger gespeichert ist, für die Bemessung des vorletzten Jahres ausschlaggebend. Wenn die genaue Beantragung hingegen erst zwischen dem 01.07. und dem 31.12. eines jeden Jahres erfolgt, so wird das letzte Kalenderjahr als Bemessungsgrundlage genutzt. Sollten all diese Zeiträume zu keinem Ergebnis führen, so werden lediglich die vergangenen 6 Kalendermonate als Bemessungsgrundlage herangezogen.

Berechnung des Grundbetrags:

Hierbei wird die Bruttobemessungsgrundlage in einen sogenannten Nettowert umgewandelt. In diesem Rahmen greift im Übrigen eine Höchstbemessungsgrundlage. Der eigentliche Grundbetrag nimmt im Regelfall einen Anteil von 55 % des täglichen Nettoeinkommens ein.
Vereinfacht gilt hierbei, wenn jemand beispielsweise ein Bruttoeinkommen von 1.000 € im Monat zur Verfügung hat, erhält derjenige 55 % davon. Das heißt 566,70 € Arbeitslosengeld.

Familienzuschläge und Ergänzungsbeträge:

Alle Betroffenen, die Kinder in Ihrem Haushalt haben, die maßgeblich wirtschaftlich von Ihnen abhängig sind, erhalten den sogenannten Familienzuschlag. Nebenregelungen gelten auch bei Obsorgeverpflichtungen oder ähnliches. Die Zuschläge in diesem Bereich müssen einzeln berechnet werden.

Ergänzungszuschläge werden in der Regel immer dann gezahlt, wenn der Betroffene keinen Familienzuschlag erhält und das Nettoeinkommen unter amtlichen Bemessungsgrenzen liegt.

Allen Arbeitssuchenden ist in diesem Zusammenhang der online zu findende Rechner empfohlen, der standardisiert die entsprechenden Beiträge bzw. das Arbeitslosengeld berechnet. Ausnahmen in der Berechnung sind im Einzelfall in der abschließenden Berechnung zu finden.

Worauf muss man achten?

Grundsätzlich gelten natürlich auch bei dem Bezug von Arbeitslosengeld in Österreich gewisse Besonderheiten und Voraussetzungen die eingehalten und erfüllt werden müssen. Arbeitssuchende müssen regelmäßig ihre Bestrebungen darlegen, dass sie aktiv daran mitarbeiten wieder einen Job zu finden. Die entsprechenden Sachbearbeiter in der Betreuung der Jobsuchenden sind angehalten die Bestrebungen aktiv zu überprüfen und auch den Einzelerfolg festzuschreiben.