04.10.2019, 11:30 Uhr | von | Wirtschaft

WIFO und IHS korrigieren die Prognosen des Wirtschaftswachstums für Österreich bis 2020 nach unten. Eine Rezession drohe dem Land jedoch nicht.

Wirtschaftswachstum: Prognosen für 2019 und 2020 nach unten korrigiert
Bild: pixabay.com / MichaelGaida

Das Wirtschaftswachstum wird in Österreich - nach aktuellen Zahlen und Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) und des IHS - in den Jahren 2019 und 2020 deutlich gebremst werden. Die Prognosen wurden am Freitag neu berechnet. Laut WIFO ist für heuer ein Wachstum von nur noch 1,7 Prozent des realen BIP (Bruttoinlandprodukt) zu erwarten, für das Jahr 2020 wurden die Erwartungen auf 1,4 reduziert. Vor allem in der Sachgütererzeugung zeichnet sich bereits ein Rückgang der Produktion an. Die gesamtwirtschaftliche Kapazitätsauslastung würde ebenfalls minimal zurückgehen, bleibe hingegen weiterhin überdurchschnittlich hoch.

Weniger Wachstum, aber keine Rezession

Für die Korrektur der Wachstumsprognosen sollen vor allem der anstehende Brexit und die Handelsstreits zwischen den USA, der Europäischen Union und China verantwortlich seinen. Zudem bleibe die Inflation weiterhin eher niedrig. Auch die Arbeitslosenzahlen waren im September zwar gesunken, die Erholung des Arbeitsmarktes würde laut Institut für Höhere Studien (IHS) und WIFO jedoch künftig enden. Für die Arbeitslosigkeit erwartet man 2019 noch eine insgesamte Senkung auf 7,4 Prozent, 2020 wird sie dagegen wieder geringfügig auf 7,5 Prozentpunkte steigen.

Entwarnung gibt es hingegen vor einer drohenden Rezession. Laut dem Wirtschaftsforschungsinstitut bleib die Konjunktur in Österreich vergliche nmit Deutschland bislang sehr robust.

Daniel Herndler
Email: dh@finanz.at
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Steuern, Finanzen, Wirtschaft und Börse
Redaktion | Kontakt | Twitter: @DanielHerndler | Salzburg
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte als Finanzexperte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

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