15.06.2019, 20:40 Uhr | von | Wirtschaft

Der deutsche Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) vertritt 420.000 VW-Kunden in einer Musterfeststellungklage gegen den Volkswagen-Konzern. Grund dafür ist der Diesel-Skandal. Man will durch die Sammelklage vor Gericht feststellen lassen, dass VW seine Kunden in Deutschland durch die Manipulation der Abgaswerte vorsätzlich geschädigt und betrogen habe. Die Verhandlung beginnt im September.

Sammelklage gegen VW: 420.000 Kunden beteiligen sich in Deutschland an Musterklage
Bild: pixabay.com / webandi

In Deutschland haben sich rund 420.000 VW-Kunden zu einer Musterfeststellungsklage gegen den Volkswagen-Konzern zusammengeschlossen. Grund dafür ist der Diesel-Skandal. Klaus Müller, Chef des deutschen Verbraucherzentrale Bundesverbands "vzbv" berichtet gegenüber der Rheinischen Post, dass man mit VW in Vergleichsverhandlungen treten möchte. Das Bundesamts für Justiz bestätigte laut vzbv die Anzahl an Teilnehmern an der Sammeklage.

Müller, dessen vzbv alle Mitkläger vertritt, ist der Meinung, eine Gerichtsverhandlung wegen des Abgasskandals könne für alle Beteiligten eine langwierige Angelegenheit werden und sich über mehrere Jahre ziehen. Daher hofft man seitens Verbraucherzentrale auf eine außergerichtliche Einigung mit Volkswagen. "Es steht VW jederzeit frei, die geschädigten Kunden über ein gutes Vergleichsangebot anständig zu entschädigen", so Klaus Müller gegenüber der Rheinischen Post.

Die Erfolgsaussichten für die Sammelklage scheinen gut. Erst in der vergangenen Woche wurden in einem Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz einem Kläger 26.000 Euro Schadenersatz zugesprochen. Die Verhandlung für die Musterfeststellung wegen des Dieselskandals durch den VW-Konzern beginnt am  30. September vor dem Oberlandesgericht Braunschweig. Die Verbraucherzentrale will hierbei gemeinsam mit dem deutschen Automobilclub ADAC gerichtlich feststellen lassen, dass Volkswagen seine Kunden durch die Abgasmanipulation vorsätzlich betrogen und so geschädigt hat.

VW sieht derzeit keinen Grund für eine Schadenersatzforderung.

Martin Höllinger
Email: mh@finanz.at
stv. Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Kredit
Experte für Finanzierung, Kredit, Versicherung
Redaktion | Kontakt | Twitter: @hoellinger | Steiermark
Martin Höllinger ist Finanz-Experte aus der Steiermark und beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Finanzen, Kredit und Versicherung.

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