06.11.2020, 10:16 Uhr | von | Wirtschaft
Trotz Schließung: Entschädigung bringt Gastro stärksten November-Umsatz
Bildquelle: BMLRT / Paul Gruber | Elisabeth Köstinger (ÖVP)

Trotz der Schließung der Gastronomie-Betriebe aufgrund des zweiten Corona-Lockdowns im November könnten viele Betriebe aufgrund der Entschädigung deutlich profitieren. Laut Ministerin Köstinger sollen weder Fixkostenzuschuss noch Kurzarbeit angerechnet werden.

Aufgrund des zweiten Corona-Lockdowns in ganz Österreich wurden Gastronomie- und Hotellerie-Betriebe von 02. bis 30. November geschlossen. Eine Umsatzentschädigung auf Basis des Vorjahres wurde angekündigt. Diese soll nicht mit anderen Corona-Hilfen gegengerechnet werden. Gastro-Betriebe könnten sich demnach um einen deutlich höheren Umsatz freuen, als wenn sie geöffnet hätten.

Köstinger: Betriebe werden deutlich entlastet

"Mit dem Umsatzersatz in Höhe von 80% entlasten wir Betriebe, die durch den Lockdown schließen mussten! Die aktuellen Infektionszahlen zeigen deutlich, dass dieser zweite Lockdown notwendig ist", so die zuständige Bundesministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) auf Twitter.

Bis zu 800.000 Euro Entschädigung

Der Umsatzersatz kann von 06. November bis 15. Dezember 2020 über FinanzOnline beantragt werden. 80 Prozent des Umsatzes aus dem Vergleichszeitraum 2019 werden ersetzt. Mindestens sollen das pro Betrieb 2.300 Euro und maximal 800.000 Euro sein, so Köstinger.

"Betriebe erhalten Umsatzersatz nur, wenn sie im November keine Mitarbeiter kündigen! Fixkostenzuschuss, Kurzarbeit, 80%- & 90%-Haftungen und Einnahmen aus Lieferservice & Abholung werden nicht gegengerechnet", berichtet die Bundesministerin weiter.

Gastro-Betriebe können das neue Kurzarbeitsmodell trotz Schließung anwenden. Damit würde keine Arbeitszeit anfallen, die Lohnkosten aber dennoch vom AMS subventioniert werden. Gemeinsam mit dem Fixkostenzuschuss würden Betriebe damit mehr Hilfen erhalten, als sie im November 2019 an Umsatz generiert haben - und deutlich mehr, als sie womöglich bei einer Öffnung 2020 erwirtschaftet hätten.

Daniel Herndler
Email: dh@finanz.at
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
Redaktion | Kontakt | Twitter: @DanielHerndler | Salzburg
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

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