Transferleistungen - Diese Regelungen gelten in Österreich

09.07.2019, 12:58 Uhr | von | Finanzen

Unter Transferleistungen werden staatliche Geld- oder Sachleistungen verstanden, für die die Empfänger keine Gegenleistung erbringen müssen. Dabei gibt es sowohl Transferleistungen an Privatpersonen als auch an Unternehmen. Transferleistungen, die an Unternehmen gezahlt werden, werden auch Subventionen genannt. Bekannter sind jedoch die Transferleistungen, die an private Haushalte gehen. Um Transferleistungen erhalten zu können, müssen die Privathaushalte häufig jedoch gewisse Voraussetzungen erfüllen.

Transferleistungen - Diese Regelungen gelten in Österreich
Bild: pixabay.com / Bru-nO

Wer Transferleistungen erhält

Wer erhält in Österreich eine Transferleistung? Generell kommen verschiedene Empfänger unterschiedlicher Transferliestungen in Frage. So erhalten Eltern für ihre Kinder das sogenannte Kindergeld. Bei diesem handelt es sich um eine regelmäßige Leistung, die monatliche in Abhängigkeit von der Anzahl der Kinder an die Eltern ausgezahlt wird. Der Staat will damit Eltern unterstützen und die finanzielle Belastung, die durch Kinder entsteht, mildern. Neben dem Kindergeld ist das Arbeitslosengeld die bekannteste staatliche Transferleistung. Es wird, wie der Name bereits vermuten lässt, an Arbeitslose ausgezahlt.

Die Leistung soll Arbeitslosen dabei helfen, die Zeit bis zum Antritt der nächsten Stelle zu überbrücken und nicht in ein finanzielles Loch zu fallen. Es ist daher zeitlich begrenzt. Haben Personen nach dieser Zeit noch keine Arbeit gefunden, so haben sie Anspruch auf eine weitere staatliche Hilfe. So zahlt der österreichische Staat dann noch die sogenannte Notstandshilfe, die geringer ausfällt als das Arbeitslosengeld. Generell berechnet sich das Arbeitslosengeld aus unterschiedlichen Faktoren, zu denen auch der sogenannte Grundbetrag gehört. Dieser liegt bei 55 % des letzten Nettolohnes des Empfängers.

Diese Regelungen gelten in Österreich

In Österreich gelten verschiedene Regelungen in Bezug auf die unterschiedlichen Transferleistungen. So gilt für das Kindergeld die Voraussetzung, dass die Eltern mit ihren Kindern in einem Haushalt leben und das Kindergeld beantragen. Dabei ist der Bezug von Kindergeld generell auf das 24. Lebensjahr zeitlich begrenzt. In einigen Fällen ist aber eine Verlängerung möglich. Dies ist der Fall, wenn das Kind sich noch in der Berufsausbildung befindet oder Zivildienst ableistet. In solchen Fällen kann das Kindergeld noch ein Jahr länger bezogen werden. Die Höhe des Kindergelds liegt bei 114 Euro monatlich. Dieser Betrag erhöht sich mit der Anzahl der Kinder. So erhalten Eltern für das zweite Kind 7,10 Euro im Monat mehr. Eltern von drei Kindern erhalten für das dritte Kind 17,40 Euro im Monat mehr.

Wer Arbeitslosengeld erhalten möchte, muss arbeitslos gemeldet und erwerbsfähig sein. Daneben muss er für einen Zeitraum von mindestens 52 in den vergangenen 2 Jahren arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein. Ist der Antragsteller unter 25 Jahre, so reichen bereits 26 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigung innerhalb von 2 Jahren. Nach Ablauf der Laufzeit des Arbeitslosengeldes haben Betroffene, die noch keine neue Stelle gefunden haben, die Möglichkeit, Notstandshilfe zu beantragen. Diese ist geringer als das Arbeitslosengeld, aber kann deutlich länger bezogen werden.

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stv. Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Kredit
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Bio: Martin Höllinger ist Finanz-Experte aus der Steiermark und beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Finanzen, Kredit und Versicherung.

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