16.09.2019, 16:45 Uhr | von | Arbeitnehmer

Die SPÖ nennt die Rücknahme des "Zwölf-Stunden-Tages" in seiner aktuell beschlossenen Form als Koalitionsbedingung nach der Nationalratswahl. Einer aktuellen Studie der EcoAustria zufolge habe sich das Arbeitszeitgesetz jedoch positiv auf den Standort Österreich ausgewirkt.

SPÖ nennt Rücknahme des 12-Stunden-Tages als Koalitionsbedingung
Bild: pixabay.com / MichaelGaida

In der ORF-Sendung "Im Zentrum" am Sonntag mit dem Titel "Wer schafft die Arbeit?" erklärte der SPÖ-Nationalratsabgeordnete und Gewerkschafter Josef Muchitsch, die Rücknahme des Zwölf-Stunden-Tages als Koalitionsbedingung. Grund dafür sei, dass man nicht alle Branchen gleich behandeln könne. Die SPÖ sei laut Muchitsch grundsätzlich auch für flexiblere Arbeitszeiten, sieht jedoch ein Problem darin, wenn diese Regelung alle Branchen gleichermaßen betreffe.

Zudem stößt sich SPÖ daran, dass die Sozialpartner nicht in die Verhandlungen und Begutachtung des Arbeitszeitgesetzes eingebunden wurden. Laut der Sozialdemokratie wurde das Gesetz "in einer Nacht-und-Nebel-Aktion" durchs Parlament "gepeitscht".

Der Zwölf-Stunden-Tag wurde von der ehemaligen ÖVP-FPÖ-Bundesregierung und den Stimmen der NEOS im Parlament beschlossen. Seit Anfang September ist die neue Regelung ein Jahr in Kraft. Laut einer aktuellen Studie der EcoAustria sei die Arbeitszeitregelung für den Wirtschaftsstandort Österreich positiv. Zudem hätten Arbeitnehmer im Durchschnitt auch ein deutliches Einkommensplus erzielt.

Martin Höllinger
Email: mh@finanz.at
stv. Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Kredit
Experte für Finanzierung, Kredit, Versicherung
Redaktion | Kontakt | Twitter: @hoellinger | Steiermark
Martin Höllinger ist Finanz-Experte aus der Steiermark und beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Finanzen, Kredit und Versicherung.

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