23.10.2019, 11:00 Uhr | von | Wirtschaft

Die japanische Gruppe SoftBank bestätigt die Rettung von WeWork durch ein Investment in Höhe von 9,5 Mrd. US-Dollar. Eine vollständige Kontrolle über das Unternehmen ist nicht vorgesehen.

SoftBank wird Investition in WeWork verdoppeln
Bild: Finanz.at / pixabay.com (Montage)

Der japanische Milliardär und SoftBank-Gründer Masayoshi Son teilte am Dienstag mit, seine Investition in das US-Startup WeWork zu verdoppeln. Damit erhält das US-Unternehmen eine weitere Finanzspritze von abermals 9,5 Mrd. USD.

In einer Erklärung am Dienstagabend in New York erklärte SoftBank, man werde WeWorks den Weg zur Rentabilität und einem positiven Cashflow nach Jahren mit hohen Verlusten "beschleunigen". Der geplante Börsengang und damit die liquiden Finanzmittel waren erst vor wenigen Monaten zusammengebrochen.

WeWorks Co-Founder Adam Neumann konnte SoftBank davon überzeugen, 10,65 Mrd. US-Dollar an das Unternehmen zu binden, bevor der Versuch an die Börse zu gehen, die Unternehmensbewertung von 47 Mrd. US-Dollar auf 8 Mrd. US-Dollar senkte. SoftBank wird Neumann Aktien im Wert von bis zu 1 Mrd. US-Dollar abkaufen, ein Darlehen in Höhe von 500 Mio. Dollar gewähren und ihm eine „Beratungsgebühr“ in Höhe von 185 Mio. US-Dollar zahlen.

Keine Mehrheitskontrolle

Obwohl der japanische Investor plant, nach Abschluss der Transaktion 80 Prozent des Eigenkapitals von WeWork zu halten, fügte SoftBank hinzu, dass man keine Mehrheitskontrolle haben werde. Die Stimmrechte von Adam Neumann werden stattdessen auf ein erweitertes WeWork-Board übergehen. Dadurch plant SoftBank die Konsolidierung der WeWork-Verluste in ihren eigenen Konten zu vermeiden. Die japanische Gruppe werde WeWork eher als assoziiertes Unternehmen denn als Tochterunternehmen behandeln.

Über WeWork

Das US-amerikanische Start-up WeWork wurde 2010 von Adam Neumann und Miguel KcKelvey gegründet und stellt Co-Workingspaces Selbstanständige und Unternehmen zur Verfügung bereit. Derzeit verfügt das Unternehmen über rund 640 Standorte weltweit und erreichte damit zuletzt vor dem geplanten Börsengang einen geschätzten Marktwert von 47 Mrd. US-Dollar. Dieser ist nach den Turbulenzen der letzten Monate auf nur noch acht Milliarden Dollar geschrumpt.

Mario Schantl
Email: ms@finanz.at
Redakteur, Ressort-Leiter Immobilien
Experte für Immobilien und Finanzierung
Redaktion | Kontakt | Steiermark
Mario Schantl ist Experte für Finanzierungen und Immobilien und berichtet als Redakteur auf Finanz.at über Nachrichten und Sachverhalte.

Schlagwörter:

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