23.02.2021, 11:25 Uhr | von | Wirtschaft
Nach Öffnung: Arbeitslosenzahlen sinken, Wirtschaft verbessert sich minimal
Bildquelle: APA | Konsum im Einzelhandel

Aufgrund der gesetzten Öffnungsschritte sinken die Arbeitslosenzahlen im Vergleich zur Vorwoche - auch Wirtschaft erholt sich minimal. Steuerstundungen und Kurzarbeit werden noch bis Ende Juni verlängert.

Laut Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) zeichne sich aufgrund der Öffnungen eine positive Wirtschaftsentwicklung ab. Die Arbeitslosenzahlen sinken im Vergleich zur Vorwoche, Kurzarbeit steigt hingegen weiter an. Bis Ende Juni werden nun Steuerstundungen und das Kurzarbeitsmodell verlängert, wie Wirtschaftsministerin Schramböck, Finanzminister Blümel und Arbeitsminister Kocher in ihrer Pressekonferenz am Dienstag erklären.

Auszahlung für Ausfallbonus startet

Die Anträge für den Ausfallbonus sind seit Mitte Februar möglich. Etwa zehn Tage nach Beantragung werde das Geld bei bewilligten Anträge für den Ausfallbonus von 30 Prozent ausgezahlt. Das soll erstmals Ende dieser Woche der Fall sein.

Steuerstundungen bis Ende Juni möglich

Bisher seien rund 900.000 Anträge auf Steuerstundungen eingegangen. Diese werden nun bis Ende Juni 2021 verlängert. "Das Positive daran ist, dass 99 Prozent der Anträge noch am selben Tag bearbeitet werden konnten", so Finanzminister Blümel.

Danach sei es für Unternehmen möglich, die Beträge mittels Ratenzahlung und niedrigen Zinsen zurückzuzahlen. Der Zeitraum dafür ist mit maximal 36 Monaten befristet.

Arbeitslosenzahlen sinken, Kurzarbeit steigt jedoch wieder an

Die Arbeitslosenzahlen sinken im Vergleich zur Vorwoche weiter. Es sind um 7.500 weniger Arbeitslose und Personen in Schulungen verzeichnen worden. "Ein Teil dieser Erholung ist tatsächlich der Öffnungen geschuldet", so Arbeitsminister Martin Kocher. Ein Teil sei jedoch auch saisonal bedingt.

Derzeit befinden sich 485.000 Personen in der Voranmeldung der Kurzarbeit - das sind um rund 20.000 Personen mehr als in der Vorwoche. Die tatsächlichen Zahlen sollen bei rund 50 Prozent der Voranmeldungen liegen. Demnach also rund 10.000 Personen mehr als in der Vorwoche. Die Kurzarbeit steigt also insgesamt weiter und ist immer noch das wichtigste Krisen-Instrument. Aus diesem Grund wurde das Modell ebenfalls bis Ende Juni 2021 verlängert. Die Reduktion der Arbeitszeit auf null Prozent bleibt weiterhin möglich.

Daniel Herndler
Email: dh@finanz.at
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
Redaktion | Kontakt | Twitter: @DanielHerndler | Salzburg
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

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