13.10.2019, 12:54 Uhr | von | Wirtschaft

Die neue, junge Generation hat neue Vorlieben. Dies bedeutet für viele Unternehmen den Zwang des Umdenkens.

Neue Generation bringt massive Verschiebungen im Handel
Bild: bigstockphoto.com / bennymarty

Es ist bekannt, dass es in der Vergangenheit immer Veränderungen in den Vorlieben und Geschmäckern der Menschen gegeben hat. Dies hatte man etwa in den unterschiedlichsten Branchen auch so verzeichnen können. Heutzutage wird jedoch vermehrt von sogenannten Mega-Trends gesprochen. Neu an den aktuellen Veränderungen ist das Tempo dieser. Die Digitalisierung und das Internet haben in den letzten 25 Jahren eine Vielzahl von Kostenvorteilen und allgemeinen Vorteilen mit sich gebracht. Eine neue Wirtschaftsebene wurde geschaffen – Unternehmen, die sich am Markt etabliert haben, können eine solche Entwicklung nicht mehr vernachlässigen, sondern müssen sich laufend die Frage stellen, ob sie der neuen Entwicklung noch gewachsen sind.

Handel: Massive Verschiebungen

Gerade im Bereich des Handels ist gut zu sehen, wie sehr alte und neue Welten aufeinandertreffen. Was hiermit gemeint ist, kann anhand des folgenden Beispiels gut veranschaulicht werden. Das deutsche Unternehmen Karstadt konnte im Jahre 2017 einen Jahresumsatz von 2,2 Milliarden Euro verzeichnen. Amazon hat im selben Jahr nur an dem von dem Unternehmen gehypten „Cyber-Monday“ alleine 5,5 Milliarden Euro Umsatz generieren können. Aber selbst der Umsatz eines Tages von Amazon sieht im Vergleich zu dem Umsatz, den das chinesische Unternehmen Alibaba generieren konnte, mickrig aus. Am sogenannten „Singles-Day“ konnte Alibaba einen Umsatz von 21,1 Milliarden Euro verzeichnen. Durch stetige Zukäufe und Erweiterungen steigt die Macht von Unternehmen wie Amazon und Alibaba.

Viele Einzelhändler sind nicht mehr in der Lage, wirtschaftlich sinnvoll zu agieren. Ein Grund hierfür ist die geringere Anzahl an Laufkundschaft. Eine massive Bedrohung wird vor allem für Einkaufsstraßen und Geschäftszentren in kleineren Ortschaften Österreichs gesehen. Hinzu kommt, dass viele Handelsketten auch ihre Onlinepräsenz ausbauen. Dadurch wird jedoch gleichzeitig bewirkt, dass Konsumentinnen und Konsumenten noch mehr auf den Online-Handel ausweichen.

Die Entwicklung Asiens

Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass viel Wertschöpfung nach Asien wandern wird. Anzeichen hierfür sind bereits heute schon klar zu erkennen. China war beispielsweise in der Vergangenheit im Bereich der Technologie auf Chips von US-Unternehmen angewiesen. Heute baut China eine eigene Industrie auf. Diese ist derzeit noch nicht konkurrenzfähig, bewirkt jedoch dennoch, dass China in fünf bis zehn Jahren kaum noch auf Produkte aus den USA oder Südkorea angewiesen sein wird, sondern ihre eigenen Teile produzieren.

Mitmischen in der Preispolitik

Bestimmte Technologien wurden billiger. Dieser Preisverfall wird auch als ein Treiber für den raschen Wandel angesehen und führt zu einem Wachstum der Nachfrage. Dies ist im Bereich der E-Mobilität zu erkennen. Kostenvorteile für Elektro-Autos steigen, wohingegen traditionelle Automobilhersteller viel investieren müssen.

Richard Baidinger
Email: rb@finanz.at
Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
Experte für Wirtschaft und Finanzen
Redaktion | Kontakt | Wien
Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

Schlagwörter:

GenerationMarktverschiebungEinzelhandelOnline-HandelAmazonAlibaba

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