Die Steuerreform 2022 ist zwischen ÖVP und Grünen endlich beschlossene Sache. Nun werden konkrete Maßnahmen zur steuerlichen Entlastung umgesetzt werden. Wie viel dir die Steuerreform mehr Netto vom Brutto bringt, erfährst du auf Finanz.at.

03.10.2021, 13:30 Uhr | von | Steuern
Steuerreform: So viel bringt dir die Lohnsteuersenkung
Bildquelle: Finanz.at | Umfrage zur Steuerreform 2022

Berechnen Sie jetzt, wie viel mehr Netto vom Brutto für Sie nach der Steuerreform übrig bleiben wird: zum Steuerreform-Rechner

So viel mehr Netto vom Brutto bringt die Steuerreform

Bereits 2020 wurde aufgrund der Corona-Pandemie die Steuersenkung der erster Tarifstufe von bisher 25 auf 20 Prozent umgesetzt. Die weiteren Senkungen der Steuersätze von derzeit 35 auf 30 Prozent und von 42 auf 40 Prozent werden ab Januar 2022 folgen.

So wird die neue Lohnsteuertabelle in Österreich nach der Steuerreform aussehen:

Einkommen (von) Einkommen (bis) Steuersatz (aktuell) Steuersatz (neu)
0 Euro 11.000 Euro 0 % 0 %
11.000 Euro 18.000 Euro 20 % 20 %
18.000 Euro 31.000 Euro 35 % 30 %
31.000 Euro 60.000 Euro 42 % 40 %
60.000 Euro 90.000 Euro 48 % 48 %
90.000 Euro 1.000.000 Euro 50 % 50 %
ab 1.000.000 Euro 55 % 55 %

Alle Informationen zur Steuerreform 2022 findest du hier!

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Kalte Progression frisst Entlastung für Geringverdiener

Nach Berechnungen des Instituts Agenda Austria werden aufgrund der kalten Progression von der durch die Senkung der Lohnsteuer und Einkommensteuer herbeigeführten Entlastung Geringverdiener kaum bis gar nicht profitieren.

Die Berechnung zeigt, dass für Personen mit einem monatlichen Einkommen von 2.000 Euro brutto die kalte Progression seit der letzten Reform sogar für eine zusätzliche Belastung von knapp 200 Euro im Jahr 2022 sorgen wird. Erst ab einem Monatseinkommen von 2.500 Euro brutto kommt es zu einer jährlichen Entlastung von 117 Euro, ab 3.000 Euro Einkommen sind es 360 Euro. Personen mit einem monatlichen Einkommen von 4.000 Euro brutto werden am Jahresende mit 380 Euro entlastet. Bei 5.000 Euro brutto pro Monat profitiert man von 570 Euro.

Einkommensbezieher ab 2.500 Euro würden damit zwar gewinnen - aber nur in der Theorie, analysiert Agenda Austria. In der Praxis werden auch sie durch die schleichende Steuererhöhung stark belastet, womit der Großteil der Steuersenkung verpufft. Auch für die übrigen Einkommensbezieher wird ein Teil der Steuersenkung aufgefressen. "Es kann erst dann von einer wirklichen Steuerreform gesprochen werden, wenn die kalte Progression abgeschafft wurde", so Agenda Austria-Ökonom Denes Kucsera in einer Aussendung. Erst danach würde eine Tarifreform eine nachhaltige Entlastung für die Steuerzahler bedeuten."

Mehr Informationen: Steuerreform

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Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
Redaktion | Kontakt | Twitter: @DanielHerndler | Salzburg
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

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