05.10.2019, 09:33 Uhr | von | Wirtschaft

Bis zu Beginn des Jahres 2020 soll es von Wien nach Brüssel eine Verbindung der ÖBB via Nachtzug geben. Weitere Ausweitungen, beispielsweise nach Amsterdam oder Triest sind im Gespräch bzw in Planung.

In Planung: Ab Jänner 2020 soll es einen Nachtzug von Wien nach Brüssel geben
Bild: pixabay.com / Free-Photos

Ab Beginn des Jahres 2020 ist ein Nachtzug der ÖBB von Wien nach Brüssel geplant. Außerdem soll laut dem ÖBB-Chef Andreas Matthä zufolge im Jahr darauf eine direkte Verbindung von Wien nach Amsterdam folgen. Man habe versucht, einen Railjet von Wien nach Triest zu führen. Dies scheiterte jedoch daran, dass die Trassen für das Jahr 2020 bereits vergeben waren. Daher wird dieses Vorhaben frühestens im Jahre 2021 erfolgreich durchgeführt werden können.

Ein weiteres Anliegen der ÖBB ist es, beim Ausbau der Bahnverbindung nach China mitzuwirken. Herrn Matthä meint in diesem Zusammenhang, dass Wien oder Budapest Endpunkte des Anschlusses an die neue Seidenstraße werden könnten. Dies wäre vor allem deswegen im Interesse der ÖBB, da sie auch den Waren- und Güterverkehr Ungarns betreibt.

10.000 neue Mitarbeiter werden benötigt

Bis 2030 soll die ÖBB im Verkehrsbereich CO2-neutral unterwegs sein. Dies berichtet Herr Andreas Matthä, Chef der ÖBB, in einem Interview mit der „Wiener Zeitung“. Auch Lokomotiven und Busse, die mit Diesel angetrieben werden, sollen bis zu diesem Zeitpunkt von solchen mit alternativen Antrieben ersetzt werden. Ein anderer Meilenstein ist für 2050 angesetzt. Bis dahin möchte es die ÖBB nämlich schaffen, nicht nur deren Verkehrsbereich, sondern das gesamte Unternehmen mit Gebäuden CO2-neutral zu machen.

So rechnet man mit einem Personalbedarf von rund 10.000 Mitarbeitern in den nächsten Jahren. Einerseits werden Mitarbeiter für den grundsätzlichen Ausbau des Personalstamms benötigt, andererseits werden Experten in den Bereichen der Elektronik und Datenverarbeitung benötigt. Herrn Matthä zufolge würde dies den österreichischen Arbeitsmarkt überfordern, sodass er eine Initiative gegen den Facharbeitermangel in Österreich als Notwendigkeit ansieht.

Richard Baidinger
Email: rb@finanz.at
Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
Experte für Wirtschaft und Finanzen
Redaktion | Kontakt | Wien
Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

Schlagwörter:

ÖBBWienBrüsselAmsterdamBudapestChina

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