20.06.2019, 11:19 Uhr | von | Finanzen

Die US-Notenbank FED hält am derzeitigen Leitzins fest. Mit einer Senkung der "Fed Funds Rate" sei laut Chef der Federal Reserve Bank, Jerome Powell, erst gegen Jahresende zu rechnen. Die Finanzmärkte reagierten mit Kursgewinnen auf diese Nachricht. Auch der Euro-Kurs ist leicht gestiegen.

US-Notenbank 'FED' hält vorerst an Leitzins fest - Märkte reagieren mit Kursgewinnen
Bild: pixabay.com / Angelo_Giordano

US-Präsident Donald Trump forderte eine sofortige Senkung der Zinsen. Diese Aufforderung ignorierte die Federal Reserve zwar, hält aber am aktuellen Leitzins fest. Wie die FED am Mittwoch mitteilte, bleibe der Leitzins "Fed Funds Rate" zwischen 2,25 und 2,50 Prozent. An der Wall Street zeichneten sich durch diese Nachricht leichte Kursgewinne ab.

Trotz der aktuellen Beibehaltung des Leitzins, rechnet die FED mit einer baldigen Senkung - wenn auch nur minimal.

Jerome Powell, Chef der Federal Reserve, wollte eine, wie er sagt "angemessene Reaktion" auf die Auswirkungen des Handelsstreits zwischen den USA und China auf die US-Wirtschaft. Damit prognostizierte er eine anstehende Zinssenkung. Durch die vermutlich deutlich geringer ansteigende Konjunktur könnte sich diese Senkung nun verzögern. Man rechnet in den USA dennoch mit einer Herabsetzung des Leitzins in der zweiten Jahreshälfte.

Finanzmärkte reagieren mit Kursgewinnen - Euro steigt

Erst im Dezember des Vorjahres wurde die Fed Funds Rate zum letzten Mal erhöht. Das war die bereits neunte Erhöhung seit dem Jahr 2015. Durch den nun abflachenden Wirtschaftsboom der letzten Jahre, rechnen Experten damit, dass die FED den Leitzins nun erstmals seit wieder senken wird. Die Finanzmärkte reagierten rasch und erzielte leichte Kursgewinne nach Veröffentlichung der Zahlen.

Auch der Euro legte nach dem Zinsentscheid zu. Heute Morgen lag der Euro bei umgerechnet 1,1265 US-Dollar und damit etwas höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte noch gestern erst einen Referenzkurs 1,1207 Dollar fixiert.

Wirtschaftsplus nach oben korrigiert

Die US-Notenbank hat außerdem das prognostizierte Wirtschaftswachstum erhöht. Ein Wirtschaftsplus von nun 2,0 bis 2,2 Prozent wurde angekündigt. Bisher wurden 1,9 bis 2,2 Prozent erwartet. Für 2020 wurde das erwartete Wachstum von 1,8 bis 2,0 Prozent auf 1,8 bis 2,2 Prozent erhöht.

Daniel Herndler
Email: dh@finanz.at
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Steuern, Finanzen, Wirtschaft und Börse
Redaktion | Kontakt | Twitter: @DanielHerndler | Salzburg
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte als Finanzexperte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

Schlagwörter:

FEDNotenbankUS-NotenbankFederal ReserveLeitzinsZinsenUSAFed Funds RateFinanzmarkt

Melden Sie sich zum kostenlosen Newsletter an und erhalten Sie immer aktuelle Infos und News sofort per Email.
Mehr Schlagzeilen

Alle Informationen zu den Richtlinien finden Sie hier. Kontaktieren Sie uns für Ihr Feedback!