01.07.2019, 13:46 Uhr | von | Wirtschaft

Die Verbund AG und die OMV AG intensivieren ihre Kooperation zur Evaluierung und Erzeugung erneuerbarer Energien. Dazu wurde heute eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Ein Teil der Zusammenarbeit soll eine Elektrolyse-Wasserstoff-Produktion für "grünen Wasserstoff" in Österreich sein.

OMV und Verbund prüfen Bau einer Elektrolyse-Wasserstoff-Produktion
Bild: pixabay.com / andreas160578

Die Verbund AG und die OMV AG wollen als größte Energiekonzerne Österreichs ihre strategische Kooperation in diesem Bereich intensivieren. Dazu zählt unter anderem auch der mögliche Bau einer Elektrolyse-Wasserstoff-Produktion. Das kündigten die Konzernchefs Rainer Seele und Wolfgang Anzengruber am Montag an, wie die APA berichtet. Bei dieser Produktion wird Strom aus erneuerbaren Energien genutzt, um Wasser elektrolytisch aufzuspalten. Damit könne sauberer und umweltschonender Wasserstoff hergestellt werden. Dieser kann für chemische Produktionsverfahren genutzt werden, wie etwa für die Hydrierung von CO2, um so den CO2-Ausstoß zu senken. Die OMV prüft dieses Verfahren derzeit für die eigenen Industrieanlagen.

Gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet

Verbund und OMV haben für die gemeinsame Intensivierung der Kooperation eine Absichtserklärung unterzeichnet. Diese Absicht gibt es derzeit bereits beim Joint Venture Smatrics, einem E-Mobility-Provider in Österreich, der österreichweite flächendeckende Infrastruktur und innovative Services für die Elektromobilität bietet. Der Fokus liegt dabei auf "auf der Evaluierung und Umsetzung von Stromerzeugungs-, Speicher- und Power-to-X-Anlagen zur Erhöhung der Eigenversorgung an OMV-Standorten bevorzugt mit Energien aus erneuerbaren Quellen", so heißt es in der Erklärung der beiden Firmenchefs.

Zusätzlich werden internationale Projekte in Europa, Asien, im mittleren Osten, Russland und dem Pazifik geprüft. Das erste Gemeinschaftsprojekt der beiden Konzerne wird die Errichtung der bisher größten Photovoltaik-Freiflächeninstallation in Österreich werden. Diese ist an Standorten der OMV AG in Niederösterreich geplant. Die Anlage soll Ende 2020 in Betrieb genommen werden und durch 60.000 PV-Module auf einer Fläche von 200.000 Quadratmetern rund 18 Gigawattstunden Strom liefern.

Mario Schantl
Email: ms@finanz.at
Redakteur, Ressort-Leiter Immobilien
Experte für Immobilien und Finanzierung
Redaktion | Kontakt | Steiermark
Mario Schantl ist Experte für Finanzierungen und Immobilien und berichtet als Redakteur auf Finanz.at über Nachrichten und Sachverhalte.

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Elektrolyse-Wasserstoff-ProduktionElektrolyseWasserstoffOMVVerbundEnergie

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