30.07.2019, 14:16 Uhr | von | Finanzen

Immer mehr Menschen investieren heutzutage in Fonds. Besonders beliebt sind dabei sogenannte Dachfonds. Auch in Österreich greifen immer mehr Bürger zur Geldanlage auf die Sparform zurück.

Dachfonds immer beliebter: Nachfrage bei heimischen Banken steigt
Bild: pixabay.com / moerschy

Fonds werden immer attraktiver für Anleger. Die Dachfonds stellen dabei eine beliebte Alternative für jene Menschen dar, die Investmentfonds zu umständlich finden. Außerdem muss man in Österreich bei Dachfonds nicht mehr in einzelne Fonds einzahlen.

Das Prinzip des Dachfonds

Das Fondsmanagement muss bei einem Dachfonds nicht in einzelne Aktien und Wertpapiere investieren, sondern bestimmte Einzelfonds auswählen. Ein Dachfonds setzt sich in der Regel aus 15 bis 25 einzelnen Fonds zusammen. Die Bürger gehen also kein Risiko ein, wenn sie Dachfonds erwerben. Außerdem dürfen die Verbraucher selbst aussuchen, in welche Dachfonds sie Geld investieren wollen. Den Bürgern aus Österreich stehen zum Beispiel Anleihenfonds, Aktienfonds und offene Immobilienfonds zur Verfügung. Selbstverständlich dürfen die Menschen auch aus anderen Varianten der Dachfonds auswählen. Manche Varianten stellen ein gewisses Risiko dar, denn sie beinhalten bestimmte Themen- und Branchenfonds.

Wie die einzelnen Dachfonds kontrolliert werden

Die Dachfonds investieren in bestimmte Einzelfonds, welche in mehreren Stufen überprüft werden. Im ersten Schritt werden die ausgewählten Fonds ausgesucht und möglichst umfassend kontrolliert. Dann wird das vollständige Fondsportfolio mit professioneller Software überprüft. Mit diesem Verfahren soll die genau Entwicklung diverser Szenarien durchgespielt und analysiert werden.

Da in einem Dachfonds mehrere einzelne Fonds enthalten sind, investieren die Bürger indirekt in zahlreiche Wertpapiere. Falls die Bürger nach einem sicheren Verfahren suchen, dann werden die mit den Fachfonds sehr zufrieden sein. Dennoch sollten sich die Menschen gut informieren, bevor sie in solche Fonds einzahlen. Viele Anbieter verlangen sehr hohe Managementgebühren von den Anlegern. Es kann sich jedoch für die Verbraucher lohnen, an einem solchen Verfahren teilzunehmen. Auch Einsteiger können Dachfonds erwerben und ein eigenes Vermögen aufbauen.

Diese neuen Regelungen gelten

Im Jahr 2018 wurden neue Gesetze eingeführt, mit denen die Dachfonds besser überwacht und kontrolliert werden sollen. Eine neue Regelung besagt, dass auch die Fonds selbst Steuern bezahlen müssen. In den früheren Jahren mussten die Anleger den erzielten Gewinn aus den Fonds versteuern lassen. Seit dem Jahr 2018 sollen auch die Fonds einen bestimmten Prozentsatz aus den erzielten Gewinnen an das Finanzamt abführen. Außerdem werden die Dachfonds seit dem Jahr 2018 genauso wie die investierten Zielfonds behandelt. Falls die Dachfonds im Ausland angelegt wurden, dann bringen sie viele Vorteile mit sich. In diesem Fall müssen die Bürger keine speziellen Unterlagen für das Finanzamt ausfüllen. Seit dem Jahr 2018 werden die fälligen Steuern automatisch an das Finanzamt übermittelt.

Falls die Bürger Interesse an einem Dachfonds haben, dann können sie sich die aktuellen Aktien- und Fondsdepots anschauen. Zudem sollten die Menschen die verschiedenen Anbieter miteinander vergleichen und möglichst gute Angebote einholen. Falls ein Anbieter einen reinen Fondsvertrieb betreibt, dann hat er auch interessante Dachfonds im Angebot. Die Anleger müssen keineswegs ein Risiko eingehen und können oft mit einem Budget von 50 Euro starten. Die Dachfonds stellen eine sehr gute Anlage für Anfänger dar und können ohne Risiko ausprobiert werden.

Fondssparpläne für Anleger

Wenn die Bürger aus Österreich in die Dachfonds investieren, dann können sie guten Gewinn erzielen. Allerdings können sie auch einen eigenen Fondssparplan erstellen und Geld zur Seite legen. Bei einem Fondssparplan handelt es sich um einen Sparvertrag. Wenn die Menschen einen solchen Vertrag eingehen, dann müssen sie in regelmäßigen Abständen Geld einzahlen. Dabei wird das Geld nicht einfach so angelegt, sondern in Dachfonds oder Investmentfonds eingezahlt. Heutzutage bieten viele Banken gute Fondssparpläne für die einen Kunden an. Falls die Bürger an diesem Verfahren interessiert sind, dann sollten sie sich bei der Hausbank informieren.

Die Menschen dürfen selbst bestimmen, wie viel Geld sie in die Dach- oder Investmentfonds einzahlen wollen. Es gibt einen Mindestbetrag, den die Anleger beachten müssen. In der Regel müssen die Anleger zwischen 25 Euro und 50 Euro einzahlen. Manchmal können die Bürger zwischen der monatlichen und der vierteljährlichen Einzahlung auswählen. Allerdings sollten die Anleger nach der Rendite, Verfügbarkeit und der Sicherheit der Dachfonds schauen. Falls diese Fonds mit einem gewissen Risiko verbunden sind, dann sollte die Anlage gut überlegt werden. Der Fondssparplan ist auch für kleine Anleger interessant, denn dadurch können die regelmäßigen Gewinne erhöht werden. Bei diesem Sparplan gehen die Anleger kein Risiko ein.

aktualisiert: 30.07.2019, 14:17 Uhr
Daniel Herndler
Email: dh@finanz.at
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Steuern, Finanzen, Wirtschaft und Börse
Redaktion | Kontakt | Twitter: @DanielHerndler | Salzburg
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte als Finanzexperte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

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