12.03.2021, 11:27 Uhr | von | Finanzen
Corona-Krise kostet Österreich 100 Milliarden Euro - Schuldenstand wächst
Bildquelle: Canva | Vermögen

Die Corona-Krise belastet die österreichische Volkswirtschaft mit 100 Milliarden Euro. Der Schuldenstand pro Kopf steigt stark an. Die Bundesregierung hilft neuerlich mit einem Hilfspaket für Unternehmen, Kunst, Kultur und Sport.

Laut Berechnungen der Agenda Austria wird Corona-Krise die heimische Volkswirtschaft 100 Milliarden Euro kosten. Insgesamt belaufen sich demnach die Wachstumsverluste auf 60 Milliarden Euro. Die Staatshilfen schlagen sich mit 40 Milliarden Euro nieder.

4.200 Euro an Corona-Schulden pro Kopf

Zudem ist auch die Staatsverschuldung stark gestiegen. Innerhalb der Europäischen Union hat Österreich damit die fünfthöchsten Schulden pro Kopf zu verbuchen. Im Jahr 2020 schloss die Republik Österreich mit einem Schuldenstand von 317,4 Milliarden Euro ab. Das ergibt einen Schuldenstand von 35.700 Euro pro Kopf. Laut dem ThinkTank liegen nur Belgien, Irland, Italien und Frankreich im Ranking vor Österreich. Die Berechnung ergibt, dass im Zuge der Corona-Pandemie und Wirtschaftskrise Schulden von fast 4.200 Euro pro Kopf hinzugekommen sind.

Neues Hilfspaket mit 430 Millionen Euro dotiert

Erst am Mittwoch hat die Bundesregierung ein neues Corona-Hilfspaket für Unternehmen, Arbeitnehmer, Kunst-, Kultur- und Sportvereine vorgestellt. Dieses Paket ist mit 430 Millionen Euro dotiert. Demnach erhalten unter anderem jene Betriebe, die Kurzarbeit angemeldet haben, 825 Euro an Urlaubszuschuss pro Mitarbeiter. Arbeitnehmer in trinkgeldintensiven Branchen erhalten einmalig 175 Euro (netto).

Daniel Herndler
Email: dh@finanz.at
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
Redaktion | Kontakt | Twitter: @DanielHerndler | Salzburg
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

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