27.03.2020, 07:00 Uhr | von | Finanzen

Die Beantragung zur Soforthilfe aus dem Härtefonds für Kleinunternehmer, Einzelunternehmen (EPS), freie Dienstnehmer und neue Selbstständige ist ab heute bei der Wirtschaftskammer möglich. Der Härtefonds hat ein Volumen von einer Milliarde Euro als direkte Unterstützung für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen.

Antrag für Soforthilfe aus Corona-Härtefonds ab heute möglich
Bildquelle: Finanz.at | Finanzielle Hilfe für Unternehmen

Der Härtefonds von einer Milliarde Euro gilt als Soforthilfe in Zeiten der Krise durch das Coronavirus (Covid-19) und muss nicht zurückbezahlt werden. Der Antrag ist ab Freitag, 27. März 2020, um 17:00 Uhr bei der Wirtschaftskammer möglich.

Bis zu 6.000 Euro Soforthilfe

Wie Vizekanzler Werner Kogler am Donnerstag bekannt gab, werden je Unternehmen in der ersten Phase bis zu 1.000 Euro ausgeschüttet, in der zweiten Phase sollen es monatlich bis zu 2.000 Euro auf maximal drei Monate befristet sein. Die zweite Phase soll damit auf maximal 6.000 Euro als erste Unterstützung pro Unternehmen gedeckelt werden. Dieser Betrag gilt als erste Sofortmaßnahme und soll „Unternehmern in ihrer persönlichen Lebenssituation helfen“, so Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth.

Für die Auszahlung aus dem Härtefonds gelten laut Vizekanzler Kogler jedoch Ober- und Untergrenzen. Die Obergrenze liegt bei ca. 60.000 Euro pro Jahr (das Einkommen des letzten abgeschlossenen Wirtschaftsjahres darf höchstens 80% der jährlichen sozialversicherungsrechtlichen Höchstbeitragsgrundlage betragen), die Untergrenze bei rund 5.500 Euro - also der jährlichen Geringfügigkeitsgrenze. Das gilt auch für Nebeneinkommen, die über der Geringfügigkeitsgrenze von monatlich 460,66 Euro liegen.

Man rechne laut Kanzler Kurz und Finanzminister Blümel mit bis zu 70.000 Anträgen. Die Antragstellung soll für Unternehmer und Selbstständige bis Ende des Jahres möglich sein.

Folgende Unternehmen können die Hilfe aus dem Härtefonds nun beantragen:

  • Einzelunternehmen bzw. Ein-Personen-Unternehmen (EPS)
  • Kleinstunternehmer mit weniger als 10 Vollzeit-Beschäftige
  • Neue Selbständige (z.B. Vortragende, Künstler, Journalisten)
  • Freie Dienstnehmer (z.B. Nachhilfelehrer)
  • Freie Berufe (etwa im Gesundheitsbereich)

Der Antrag auf Auszahlung der Soforthilfe für Covid-19-betroffene Unternehmen ist ab heute, Freitag, um 17:00 Uhr auf der Webseite der Wirtschaftskammer Österreich möglich.

Notwendige Unterlagen für die Beantragung der Soforthilfe

Um den Antrag bei der WKO einzubringen, benötigen die Antragsteller folgende Unterlagen und Dokumente:

  • Zugangsdaten für das WKO-Benutzerkonto (falls vorhanden; die Anmeldung ist auch ohne WKO-Benutzerkonto möglich)
  • Die persönliche Steuernummer
  • KUR (Kennziffer des Unternehmensregisters) oder GLN (Global Location Number): Diese Kennziffern findet man im Unternehmensserviceportal (USP). Freie Dienstnehmer benötigen weder KUR noch GLN.
  • Den Reisepass, Personalausweis oder Führerschein zum Nachweis der Identität.

Nach dem Ausfüllen und Abschicken des Online-Formulars wird der Prozess zur Auszahlung der Hilfe aus dem Härtefonds gestartet. Nach positiver Rückmeldung seitens der WKO erfolgt die Auszahlung auf das Konto innerhalb von 24 Stunden (außer freitags und am Wochenende – hier folgt die Überweisung in der Regel am darauffolgenden Werktag)

Die Beantragung ist ab heute, Freitag, um 17:00 Uhr auf der Webseite der Wirtschaftskammer Österreich möglich.

aktualisiert: 27.03.2020, 07:34 Uhr
Daniel Herndler
Email: dh@finanz.at
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Steuern, Finanzen, Wirtschaft und Börse
Redaktion | Kontakt | Twitter: @DanielHerndler | Salzburg
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

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