11.11.2019, 14:34 Uhr | von | Wirtschaft

2015 wurde in Paris vereinbart, dass die maximale Erwärmung 1,5 Grad betragen darf. Laut eines NGO-Berichts ist man in jedem der G20-Länder von diesem Ziel weit entfernt.

NGO-Bericht: Das 1,5-Grad-Ziel wird derzeit von keinem G20-Land erfüllt.
Bild: Finanz.at / pixabay.com (Montage)

Laut einer internationalen Untersuchung machen die G20-Staaten zu wenig, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu limitieren. In dem „Brown-to-Green“-Report des NGO Netzwerks Climate Transparency heißt es, dass die Treibhausgasausstöße der 19 größten Industrie- und Schwellenländer sowie der EU weiterhin steigen. Die Emissionen nahmen weiters laut dem Bericht um 1,8 % im vergangenen Jahr zu.

Für rund 80% der Treibhausgasausstöße sollen die G20-Staaten verantwortlich sein, zumal dem Bericht zufolge keines dieser Länder das 1,5-Grad-Ziel erreicht hat. Eine optimistische Botschaft seitens der Wissenschaftler und Umweltschützer gibt es jedoch. Denn rund die Hälfte der G20, darunter auch die EU, übertreffen ihre bisherigen, selbst gesetzten Klimazeile bereits.

Mit dem 2015 geschlossenen Abkommen nahmen sich beinahe alle Länder der Welt vor, die Erderwärmung deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. Sollten die Staaten jedoch ihren aktuellen Klimaschutzzusagen weiterhin nachgehen, wird laut Experten die Erderwärmung Ende des Jahrhunderts 3 Grad betragen.

Das Risiko für extreme Hitze- und Kältewellen, Stürme und Dürren ist durch den Klimawandel bereits gestiegen. Diese extremen Wetterereignisse kosten in den G20-Staaten laut dem Bericht jährlich rund 16.000 Menschenleben. Außerdem führen die Katastrophen zu einem wirtschaftlichen Verlust von rund 129 Milliarden Euro. Den Maßstäben des UN-Klimarats zufolge müssten die G20-Staaten bis 2070 keine Treibhausgase mehr ausstoßen.

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aktualisiert: 11.11.2019, 14:34 Uhr
Richard Baidinger
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Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
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Redaktion | Kontakt | Wien
Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

Schlagwörter:

KlimazieleWirtschaftG20KritikMaßnahmen

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