09.11.2019, 12:36 Uhr | von | Wirtschaft

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, stimmte der schrittweisen Rücknahme der Zölle entgegen der Ankündigungen nicht zu. Die Hoffnung auf eine Einigung im Handelsstreit sinkt.

Hoffnung auf Einigung im Handelsstreit mit China erstickt
Bild: pixabay.com / geralt

Zweifel an der Übereinkunft, welche einen Tag zuvor von den Regierungsvertretern der USA und China im Falle des Handelsstreits geschlossen wurden, werden von Seiten des US-Präsidenten Donald Trump geschürt. Vor Journalisten in Washington äußerte er gestern, Freitag, dass er der Entscheidung, bereits verhängte Zölle schrittweise zurückzunehmen, nicht zugestimmt habe.

Am vergangenen Donnerstag wurden seitens eines US-Regierungsvertreters die Aussagen aus China über eine Übereinkunft im Handelsstreit bestätigt. Beide Seiten hatten sich darüber geeinigt, als ersten Schritt Zölle schrittweise zurückzunehmen. Seit über einem Jahr gibt es zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt milliardenschwere Sonderzölle, die einander angehängt werden. Dies bewirkt wiederum, dass das allgemeine Weltwirtschaftswachstum gebremst wird und exportstarke Nationen besonders unter dem Handelsstreit leiden müssen. So ist auch etwa die größte Volkswirtschaft Europas, Deutschland, von dem Handelsstreit betroffen. Trump hingegen wirft China gleichzeitig unfaire Praktiken im Handel und die Einschränkung von ausländischen Unternehmen sowie den Diebstahl geistigen Eigentums vor.

Keine endgültige Entscheidung?

Signale der Annäherungen der beiden Nationen gab es zuletzt immer mehr. Aus den Kreisen der US-Regierung war vor kurzem noch zu vernehmen, dass es im Dezember unter Umständen zu einem Treffen zwischen Donald Trump und dem Präsidenten Chinas, Xi Jinping, kommen könnte. Dieses Treffen sollte der Vertragsunterzeichnung eines ersten Handelsvertrages dienen. Laut US-Abgaben soll in dieser ersten Phase Einigungen in den Bereichen des geistigen Eigentums, Finanzdienstleistungen und Währungsfragen erzielt werden.

Donald Trump äußerte sich zu der Thematik, in dem er verkündete, dass eine Vertragsunterzeichnung – gesetzt den Fall, dass eine Einigung erzielt werden könne – in jedem Fall in den USA stattfinden wird. Medienberichten zufolge ist man sich aber im Allgemeinen ziemlich sicher über dem Umstand, dass es keine Einigung und Vertragsunterzeichnung der ersten Phase geben wird, wenn die Zölle nicht schrittweise zurückgenommen werden.

aktualisiert: 09.11.2019, 12:36 Uhr
Richard Baidinger
Email: rb@finanz.at
Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
Experte für Wirtschaft und Finanzen
Redaktion | Kontakt | Wien
Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

Schlagwörter:

HandelsstreitChinaUSAZollZölle

Melden Sie sich zum kostenlosen Newsletter an und erhalten Sie immer aktuelle Infos und News sofort per Email.
Mehr Schlagzeilen

Alle Informationen zu den Richtlinien finden Sie hier. Kontaktieren Sie uns für Ihr Feedback!