Höchste Preissteigerung seit 30 Jahren - Teuerungsrate auf 4,3 Prozent gestiegen

Die Verbraucherpreise sind im Vorjahresvergleich um 4,3 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Preisanstieg seit 30 Jahren in Österreich. Grund dafür sind vor allem steigende Treibstoff- und Energiepreise.

17.12.2021, 09:53 Uhr von
Bildquelle: pixabay.com / janeb13 /

Die Inflation hat sich im November deutlich beschleunigt: Die Verbraucherpreise lagen laut Statistik Austria um 4,3 Prozent höher als vor einem Jahr. Gegenüber dem Vormonat Oktober 2021 stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,7 Prozent. Damit erhöhen sich die Preise derzeit so stark wie zuletzt im Mai 1992.

"Weiter steigende Treibstoff- und Energiepreise haben die Teuerung im November 2021 auf den höchsten Wert seit fast 30 Jahren getrieben", sagte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas laut Mitteilung. Die Inflation ist damit mehr als doppelt so hoch wie der Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Die harmonisierte Inflationsrate (HVPI) betrug im November 4,1 Prozent.

Ohne Teuerungen bei Treibstoffen und Haushaltsenergie hätte die Inflation 2,4 Prozent betragen. Wohnung, Wasser, Energie kosteten durchschnittlich um 5,3 Prozent mehr. In Restaurants und Hotels musste durchschnittlich um 4,3 Prozent mehr bezahlt werden. Für Freizeit und Kultur wurden die Preise durchschnittlich um 4,0 Prozent erhöht. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich durchschnittlich um 1,6 Prozent. Die Nachrichtenübermittlung wurde dagegen um durchschnittlich um 2,2 Prozent billiger.

Teuerungsausgleich: 150 Euro Bonus für Bedürftige

Der Nationalrat hat erst am Mittwoch für die die Auszahlung von insgesamt 100 Millionen Euro als Teuerungsausgleich für Bedürftige in Österreich beschlossen. Konkret bedeutet das 150 Euro als Einmalzahlung für rund 750.000 Menschen. Finanz.at hat über den 150 Euro Bonus als Teuerungsausgleich berichtet.

(APA / Redaktion)

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Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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