Wohnen im Alter: Wie die ÖsterreicherInnen wohnen wollen

06.11.2019, 10:08 Uhr | von | Immobilien

Rund die Hälfte aller Österreicherinnen und Österreicher wollen selbst, wenn die eigene Gesundheit und Fitness altersbedingt beeinträchtigt wird, in den eigenen vier Wänden wohnen.

Wohnen im Alter: Wie die ÖsterreicherInnen wohnen wollen
Bild: pixabay.com / AlexanderStein

Das Ergebnis einer Remax-Studie mit dem Titel „Wohnen in allen Facetten“ hat ergeben, dass 48 % aller Österreicherinnen und Österreicher auch im Alter gerne in den eigenen vier Wänden wohnen möchten. Befragt wurden 500 ÖsterreicherInnen mit der Frage „Denken Sie jetzt ans Alter, wenn es Ihnen möglicherweise körperlich oder geistig nicht mehr so gut geht und Sie Pflege benötigen, wie möchten Sie dann wohnen?“

Selbst wenn die körperliche und/oder geistige Gesundheit beeinträchtigt ist und Pflege benötigt ist, möchten rund die Hälfte aller ÖsterreicherInnen in ihren eigenen vier Wänden, wie sie es bisher gewohnt waren, bleiben. An zweiter Stelle steht betreutes Wohnen in speziell für ältere Menschen ausgerichteten, barrierefreien Wohnhäusern. Weniger beliebt sind jedoch Alters-, Senioren- oder Pflegeheime. Seniorenresidenzen sind besonders unbeliebt unter den ÖsterreicherInnen. Ebenso kann sich nur ein geringer Anteil vorstellen, im Alter gemeinsam mit den eigenen Kindern oder Enkelkindern in der Wohnung oder im Haus zu wohnen.

Externe Betreuung ist im Allgemeinen beliebter als familieninterne Betreuung

26 % aller Menschen, die sich wünschen, auch im Alter in den eigenen vier Wänden wohnen zu wollen, möchten sofern nötig einen mobilen Pflegedienst in Anspruch nehmen. 22 % hingegen würden eine Betreuung durch die eigene Familie präferieren. Die Attraktivität von mobilen Pflegediensten beträgt in der Altersgruppe 50Plus sogar 34 %, wohingegen der Wunsch nach einer Betreuung durch die eigene Familie innerhalb dieser Altersgruppe auf 20 % sinkt.

Maximaler Einmalerlös oder dauerhaftes Einkommen?

Reikersdorfer stellt eine Forderung an die Immobilien Wirtschaft. So sollen etwas sichere Vermarktungsmodelle angeboten werden. Ältere Menschen, die verkaufswillig sind, sollen aus dem Verkauf einer Wohnung oder eines Hauses nicht nur einen absolut sicheren Maximalpreis als Einmalerlös angeboten bekommen, sondern weiters auch die Möglichkeit aussprechen können, ein laufend fließendes Zusatzeinkommen im Rahmen einer notariell abgesicherten Form zu beziehen. Außerdem besteht für Senioren die Möglichkeit, Eigentümer zu bleiben, die eigene Immobilie jedoch zu vermieten, selbst betreutes Wohnen in Anspruch zu nehmen und so auch laufend Einnahmen aus Mieteinnahmen zu erhalten.

aktualisiert: 06.11.2019, 10:08 Uhr
Richard Baidinger
Email: rb@finanz.at
Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
Experte für Wirtschaft und Finanzen
Redaktion | Kontakt | Wien
Bio: Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

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