Befürchtung von Job-Abbau auf Grund von Autofusion

04.11.2019, 14:25 Uhr | von | Wirtschaft

Nach der Fusion von Fiat Chrysler und Peugeot wird der fusionierte Betrieb, welcher 400.000 MitarbeiterInnen beschäftigt, vom bisherigen Peugeot-Chef Carlos Tavares geführt werden. Ob nun alle MitarbeiterInnen im Unternehmen bleiben können, ist noch unklar.

Befürchtung von Job-Abbau auf Grund von Autofusion
Bild: pixabay.com / webandi

Allem Anschein nach soll die Fusion des italienisch-amerikanischen Unternehmen Fiat Chrysler (FCA) und dem französischen Rivalen Peugeot (PSA) doch über die Bühne gehen. Dies wurde vergangenen Donnerstag verkündet. Durch diese Fusion entsteht der viertgrößte Automobilhersteller der Welt. FCA ist erst vor fünf Jahren durch die Übernahme des US-Automobilherstellers Chrysler entstanden. Dennoch war das Unternehmen schon länger auf der Suche nach einem neuen Geschäftspartner, nicht zuletzt, weil der Druck auf Grund der weltweit verschärfteren Klimaschutzvorschriften erhöht wurde. Die Unternehmen stellen größtenteils auf E-Autos um, um diese einhalten zu können. FCA kann vor allem in diesem Bereich von der Technik der Franzosen profitieren.

Die Gewerkschaften sind der Fusion gegenüber nicht so erfreut gegenübergestellt wie etwa viel andere. Ziel der Fusion ist es nämlich, auf lange Sicht Kosteneinsparungen von 3,7 Milliarden € zu erzielen. Um dies erreichen zu können, sollen nicht nur Vorteile im Einkauf aufgrund der Unternehmensgröße genutzt werden. Laut Analysten sollen hierfür – obwohl dies von den Unternehmen dementiert wird – mehrere Standorte geschlossen werden. Dies kann auch dadurch argumentiert werden, dass viele Standorte nicht ausgelastet sind.

Nach Abschluss der Fusion wird der neue Konzern weltweit mehrere hunderte Fabriken und mehr als 400.000 MitarbeiterInnen haben. Carlos Tavares ist als Restrukturierer angesehen, der die Ziele verfolgt, die Produktivität zu erhöhen und Arbeitsplätze abzubauen.

Nun stellt sich auch die Frage, ob bei Opel negative Folgen durch diese Fusionen zu verzeichnen werden sein. Diese Auswirkungen könnten auch in Österreich, wo Opel in Wien-Aspern eine Motoren- und Getriebefabrik betreibt, spürbar werden. Bereits im Frühjahr wurde hier Jobabbau angekündigt. 400 der gesamt 1.200 Arbeitsplätze, also 25 % der Arbeitsplätze, wurden bereits gestrichen.

Richard Baidinger
Email: rb@finanz.at
Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
Experte für Wirtschaft und Finanzen
Redaktion | Kontakt | Wien
Bio: Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

Schlagwörter:

Fiat ChryslerPeugeotFusionGewerkschaftenOpel

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