Palladium-Preis steigt weiterhin stark

04.11.2019, 13:52 Uhr | von | Finanzen

Unbekannte Rohstoffe werden von ökologischen Normen in den Vordergrund gespielt. Dies kann vor allem bei den derzeitigen Rekordpreisen von Palladium beobachtet werden.

Palladium-Preis steigt weiterhin stark
Bild: pixabay.com / PublicDomainPictures

Einer Studie des russischen Bergbau-Konzerns Nornickel und der ICBC Standard Bank zufolge soll die hohe Palladiumnachfrage auch noch in den nächsten drei bis vier Jahren anhalten. Außerdem wird davon ausgegangen, dass im Hinblick auf diese Prognose die Nachfrage das Angebot übersteigen wird. Ende des Jahres 2018 wurde der Goldpreis erstmals seit 2002 vom Palladiumpreis überstiegen. Mitte März 2019 wurde das bisherige Allzeithoch von 1.622,03 US-Dollar je Feinunze erreicht.

Branchenexperten wussten offensichtlich, wovon sie in der Vergangenheit geredet hatten. Denn seit Beginn des August 2019 ist der Preis für Palladium beinahe senkrecht von 1.400 US-Dollar auf 1.800 US-Dollar je Feinunze vergangene Woche geschnellt. Dies entspricht einem über 40%igen Preisplus seit Jahresbeginn – der Goldpreis konnte im Vergleich nur im 17 % steigen.

Ein Grund, der sicherlich der Preisentwicklung von Palladium positiv entgegenwirkt, sind etwa die strengeren Abgasvorschriften in Europa und China. Der Rohstoff wird nämlich für die Katalysator-Herstellung für Benzinmotoren verwendet. Mit dem Dieselskandal hat der Preisaufschwung begonnen. Beinahe 75% der weltweiten Palladiumproduktion fließt jährlich in die Kfz-Industrie. Die weltweite Produktion von Palladium beträgt derzeit rund 208 Tonnen. Vor allem durch den Hype der Elektromobilität wird bei Hybrid-Autos oftmals übersehen, dass auch diese einen Boom erfahren.

Manchmal ist auf der Angebotsseite von Palladium ein Mangel zu beobachten. Südafrika hat zuletzt seine Reserven auf den Markt geworfen, weswegen ein vergrößerter Mangel erwartet wird. Der Palladiummarkt ist laut Experten jahrelang unterversorgt. Palladiumvorkommen von großer Natur gibt es außerdem in Äthiopien, Teile von Nord- und Südamerika und Australien.

Richard Baidinger
Email: rb@finanz.at
Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
Experte für Wirtschaft und Finanzen
Redaktion | Kontakt | Wien
Bio: Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

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PalladiumKursSteigungKursentwicklung

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