29.10.2019, 13:45 Uhr | von | Wirtschaft

Louis Vuitton Moët Hennessy, ein französischer Luxusgüter-Konzern, möchte den Juwelier Tiffany kaufen. Dies wäre der bisher größte Deal der Franzosen.

Wird LVMH Tiffany kaufen?
Bild: pixabay.com / Bru-nO

Sofern die Übernahme von Tiffany durch den Luxusgüterkonzern aus Frankreich LVMH über die Bühne gehen sollte, werden beim Konzern bestimmt die Champagnerkorken knallen. Louis Vuitton Moët Hennessy hat am Montag bestätigt, mit dem US-Juwelier Tiffany Vorgespräche bezüglich einer Übernahme zu führen.

LVMH ist der weltgrößte Luxuskonzern und hat insgesamt mehr als 70 Marken, wie Louis Vuitton, Dior, Rimova und Givenchy in ihrem Portfolio. Der Konzern bietet 120 US-Dollar pro Tiffany Aktie. Am vergangenen Montag lag die Aktie bei 117 US-Dollar. So wird Tiffany also von LVMH mit rund 14,5 Milliarden US-Dollar bewertet.

Tiffany wurde 1837 von Charles Lewis Tiffany mit 1.000 US-Dollar, die ihm sein Vater geliehen hatte, gegründet. Die Marke wurde durch den Film „Frühstück bei Tiffany“ mit Audrey Hepburn weltweit berühmt und ist heute aufgrund des exquisiten Schmucks und für die türkise Verpackung der Schmuckstücke bekannt. Eine Übernahme von Tiffany durch LVMH wäre die größte ihrer Art. Im Jahre 2017 bezahlte LVMH rund 7 Milliarden Dollar, um die restlichen Dior-Anteile zu erwerben. Diese Übernahme bewirkte für den Luxuskonzern einen großen Fortschritt auf dem US-Markt. Seit Jahren versucht der große Konzern, auf dem US-Markt zu expandieren.

Tiffany spürt den Handelskonflikt zwischen China und den USA sehr stark. Nicht nur deswegen, sondern auch wegen den verstärkten Visa-Vorschriften und dem starken Dollar sinkt die Ausgabefreudigkeit chinesischer Touristen in den USA. Deutliche Einbußen im Geschäft musste der Juwelier bereits im zweiten Quartal des Jahres verzeichnen. Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahr um 3 % auf 1 Milliarde Dollar. Außerdem gab es auch einen Gewinnrückgang um 6 % auf 136 Millionen Dollar.

Berater wurden von Seiten des Juweliers Tiffany bereits engagiert. Diese sollen das unterbreitete Angebot überprüfen. Garantie, dass es schlussendlich auch zu einer Transaktion kommt, gibt es jedoch keine, hieß es von LVMH.

aktualisiert: 29.10.2019, 13:45 Uhr
Richard Baidinger
Email: rb@finanz.at
Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
Experte für Wirtschaft und Finanzen
Redaktion | Kontakt | Wien
Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

Schlagwörter:

LVMHTiffanyÜbernahmeAngebot

Melden Sie sich zum kostenlosen Newsletter an und erhalten Sie immer aktuelle Infos und News sofort per Email.
Mehr Schlagzeilen

Alle Informationen zu den Richtlinien finden Sie hier. Kontaktieren Sie uns für Ihr Feedback!