28.10.2019, 10:23 Uhr | von | Wirtschaft

Im Jahre 2017 lag der Verlust der Drogerie-Kette Bipa noch bei 24,9 Millionen Euro. Durch eine Änderung bzw. Neuausrichtung hat Bipa es jedoch geschafft, den Verlust des Jahres 2018 bereits auf 12,7 Millionen Euro zu verringern.

Neuausrichtung von Bipa: Verringerter Verlust
Bild: Finanz.at / pixabay.com (Montage)

Langsam, aber sicher zeigt die neue Ausrichtung der Drogeriekette Bipa Wirkung. Der Bruttoumsatz stieg im vergangenen Jahr leicht auf 730 Millionen €, der Verlust halbierte sich dadurch. So beträgt der Jahresfehlbetrag des Jahres 2018 laut des vor kurzem veröffentlichten Jahresabschlusses nur mehr 12,7 Millionen Euro.

Seit dem Jahre 2016 machten sinkende Umsätze und Verluste Bipa zu schaffen. Ein Grund hierfür sollte darin bestehen, dass nach der Pleite von Dayli, welcher davor als Schlecker bekannt war, im Jahre 2013 nicht rechtzeitig und schnell genug auf den steigenden Preisdruck und Trends reagiert habe. Gegen Ende des Jahres 2017 wurde mit der neuen Ausrichtung von Bipa begonnen. Das neue Konzept setzt sich nicht nur aus dezenteren Farben, wärmeren Licht, Holz und einem neuen Sortiment zusammen, sondern stellt nun mehr nicht nur Frauen, sondern auch Familien, Ältere und Männer in den Zielfokus.

Nachhaltige Pflegeprodukte und gesunde Snacks sollen auch gesundheits-, sowie umweltbewusste Kundinnen und Kunden anziehen. Auf der anderen Seite wurde das Sortiment im Bereich von Parfums stark reduziert. Andere Bereiche, wie etwa Körperpflege und Haushaltsprodukte, sowie auch Alten- und Krankenpflegeprodukte wurden ausgebaut.

Ein weiterer Schritt im Zuge der Neuausrichtung des Unternehmens war es, unrentable Filialen zu schließen. Die anderen Filialen werden seit dem Jahre 2017 schrittweise erneuert. Im Jahre 2019 wurden bereits im ersten Halbjahr insgesamt 185 Filialen umgebaut bzw. modernisiert. So waren es im Jahre 2017 37 Standorte, die umgebaut worden und im Jahr 2018 33 Standorte. Nun hat das Unternehmen vor, im Jahre 2020 weiter mit dieser Geschwindigkeit die restlichen Filialen umzubauen bzw. zu modernisieren, sodass mit Ende des Jahres 2020 die Modernisierung flächendeckend abgeschlossen ist.

Richard Baidinger
Email: rb@finanz.at
Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
Experte für Wirtschaft und Finanzen
Redaktion | Kontakt | Wien
Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

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