Lockdown: Betroffene Unternehmen erhalten zusätzliche Hilfen

Das Finanz- und Arbeitsministerium kündigen angesichts der bevorstehenden Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte weitere Wirtschaftshilfen an. Vom Lockdown betroffene Unternehmen erhalten etwa ab Montag Corona-Kurzarbeit in vollem Umfang. Die Kosten dafür sind noch nicht bekannt.

13.11.2021, 20:00 Uhr von
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Die Bundesregierung kündigt angesichts der bevorstehenden Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte weitere Wirtschaftshilfen an. "Bis Jahresende laufen etwa noch der Verlustersatz, Garantien oder auch die Kurzarbeit. Durch die aktuell notwendigen Verschärfungen wird es darüber hinaus weitere Hilfen für besonders betroffene Betriebe brauchen", so Blümel heute in einer Aussendung.

Corona-Kurzarbeit für von Lockdown betroffene Unternehmen

Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) betonte am Samstagnachmittag: "Vom Lockdown betroffene Unternehmen erhalten Corona- Kurzarbeit im vollen Umfang." Eine Arbeitszeitreduktion auf null Prozent mit Corona-Kurzarbeit sei möglich. "Unternehmen, die von behördlichen Schließungen betroffen sind, können sich jedenfalls unverändert einer Unterstützung durch die Kurzarbeit sicher sein", versicherte Kocher.

Die aktuelle Phase 5 der Kurzarbeit stehe allen Unternehmen, die nicht in vollem Umfang ausgelastet sind, zur Verfügung. Im Normalfall ermöglicht die Kurzarbeit eine Arbeitszeitreduktion auf 50 Prozent, in Ausnahmefällen sogar darunter bis zum völligen Arbeitsausfall. Darüber hinaus stehe die aktuelle Form der Phase 5 all jenen Betrieben offen, die die Unterstützung benötigten.

Opposition kritisiert Vorgehen der Regierung

NEOS-Wirtschaftssprecher Gerald Loacker deponierte am Samstagnachmittag seine Befürchtung: "Ein Lockdown - egal in welcher Form - wird wieder auf dem Rücken der Unternehmen und des Mittelstands ausgetragen." Kritik kam auch vom linken Momentum Institut. "Schon wieder wurde der Sommer verschlafen, anstatt sich auf die Welle im Herbst vorzubereiten", kritisiert deren Chefökonom Oliver Picek. Er fordert eine Impfpflicht, "damit sich Lockdowns nicht wie letztes Jahr monatelang hinziehen".

Kosten für Lockdown noch nicht einzuschätzen

Das Finanzministerium will die wirtschaftlichen Kosten der angekündigten, neuen Pandemie-Maßnahmen noch nicht beurteilen. "Hier prüfen wir gerade, welche der bisherigen Maßnahmen eine sinnvolle und schnell implementierbare Unterstützung darstellen. Die Situation ist jedoch mit dem Vorjahr nicht zu vergleichen, zumal noch nicht absehbar ist, wie hoch die tatsächlichen Auswirkungen für die Wirtschaft durch die aktuellen Einschränkungen für Ungeimpfte sind", so Blümel.

Mehr Informationen: Kurzarbeit

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Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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